Rhein-Pfalz-Kreis
Badestart im Aquabella
Freibäder dürfen seit 2. Juni öffnen, heißt es in der aktuellen Corona-Verordnung des Landes. Von Hallenbädern ist nicht die Rede. Das bedeutet, sie müssen zumindest vorerst geschlossen bleiben. Zwar kann in allen vier Kreisbädern auch im Freien geschwommen werden, Freibäder im eigentlichen Sinne sind sie aber trotzdem nicht. „Es sind Hallenbäder mit Außenbereichen“, sagt Tilo Meinke, persönlicher Referent des Landrats. Er erklärt den Unterschied: Wenn das Außengelände eines Bades nur über das dazu gehörende Hallenbad zu erreichen sei und im Außenbereich keine sanitären Anlagen sind, dann gelte die Einrichtung als Hallenbad mit Außenbereich.
Das sei bei allen vier Kreisbädern der Fall, auch beim Aquabella, sagt Meinke. Das könne aber trotzdem öffnen, weil es hier nämlich möglich sei, die Besucher so zu lenken, dass sie nicht durch das Hallenbad müssen, sondern direkt auf das Außengelände kommen. Deshalb ist in Mutterstadt ab Montag Badespaß erlaubt. Ein früherer Termin sei nicht möglich gewesen, weil einige Vorbereitungen, etwa zur Besucherlenkung, erforderlich gewesen seien, erläutert Meinke.
Im Aquabella ist ab Montag nicht nur das Bad geöffnet, sondern auch die Umkleiden, Duschen und Toiletten. Und wer nicht nur schwimmen will, der kann sich auf dem Spielplatz, dem Volleyballfeld und an der Tischtennisplatte vergnügen und vielleicht so ein klein bisschen von den angefutterten Pandemie-Frust-Pfunden wieder loswerden.
Besucher buchen Zeitfenster
Ganz ohne Vorgaben und Regeln ist der Badespaß in Pandemiezeiten allerdings nicht möglich. So dürfen nicht mehr als 150 Besucher im Bad sein und im Becken sind nur bis zu 90 Badegäste erlaubt. Damit trotzdem möglichst viele die Chance auf einen Schwimmbadbesuch haben, werde es, wie schon im vergangenen Jahr, Zeitfenster für Besucher geben, erklärt Meinke. Jeder Badegast darf während des gebuchten Zeitfensters im Aquabella bleiben, danach wird gewechselt.
Es werde ein Zeitfenster mehr als im vergangenen Jahr angeboten. Wer im Schwimmbad vor allem seine Bahnen absolvieren will und nicht an Sonnenbaden interessiert ist, für den ist die neue Frühschwimmerschicht – neudeutsch Frühschwimmerslot – vermutlich optimal. Von 7.30 bis 9.30 Uhr ist das Aquabella für Frühschwimmer reserviert. Ein weiteres Zeitfenster gibt es dann täglich von 10 bis 14.30 Uhr. Montags bis freitags ist das dritte Zeitfenster von 15 Uhr 20 Uhr. An Samstagen und Sonntagen ist beim dritten Zeitfenster um 19 Uhr Schluss mit dem Badevergnügen. Reservierungen für die Zeitfenster sind erforderlich, dies ist im Internet unter www.kreisbaeder.de möglich. Für die, die keine Möglichkeit zur Reservierung über das Internet haben, „gibt es laut Meinke ein kleines Restkontingent“ an Karten an der Kasse.
Der Zutritt zum Bad ist ohne Test möglich und auch wer nicht geimpft ist, darf schwimmen. Im Bad muss am Eingang und im Bereich der Toiletten und Umkleiden Maske getragen werden. Im gesamten Schwimmbadbereich heißt es Abstand halten.
Lösungen für andere Bäder
„Wir versuchen auch in den drei anderen Kreisbädern in Maxdorf, Schifferstadt und Römerberg Lösungen zu finden, die eine Öffnung ermöglichen“, sagt Meinke. Ob das klappt und wann das sein wird, sei aber noch offen. Auch wolle man versuchen, so bald wie möglich wieder Schwimmkurse anzubieten. Eine Chance gibt es, dass in allen vier Kreisbädern Badespaß möglich wird: Wenn die Inzidenzwerte weiter sinken und die Pandemie-Regeln weiter gelockert werden, so dass auch Hallenbäder mit Außenbereich öffnen dürfen.
Eintrittspreise
Erwachsene drei Euro, von elf bis 17 Jahren ein Euro, für Kinder bis zum Alter von zehn Jahren ist der Eintritt frei.