VG Römerberg-Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Bürgermeisterwahlkampf: CDU irritiert über Grünen-Kandidat

Hatte zuletzt im RHEINPFALZ-Gespräch über eine Kampagne gegen sich geklagt: Bürgermeisterkandidat Matthias Hoffmann (Grüne).
Hatte zuletzt im RHEINPFALZ-Gespräch über eine Kampagne gegen sich geklagt: Bürgermeisterkandidat Matthias Hoffmann (Grüne).

Der Bewerber um das Amt des Bürgermeisters in der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen, Matthias Hoffmann von den Grünen, hat zuletzt gegenüber der RHEINPFALZ von einer Kampagne gegen sich gesprochen. Die CDU-Fraktion im Römerberger Ortsgemeinderat ist deshalb irritiert.

Matthias Hoffmann, der auch Römerberger Ortsbürgermeister ist und zuletzt wegen umstrittener Entscheidungen unter anderem zum Bau eines Schutzwalls vor Starkregen in Mechtersheim in der Kritik stand, wittert eine Kampagne gegen sich. Er klagte, dass er von den anderen Parteien im Römerberger Ortsgemeinderat mit Anträgen und Anfragen überflutet werde, was ihn und die Verwaltung sehr unter Druck setze.

Dazu teilt der CDU-Fraktionschef im Römerberger Rat, Mathias Müller, mit, dass seit September vier Sitzungen des Ortsgemeinderats stattfanden. Insgesamt hätte die Fraktion von Hoffmanns Partei, die Grünen, die meisten Anträge und Anfragen gestellt, wobei die Gesamtzahl ohnehin überschaubar sei, sagt Müller. Er zählt bei den Grünen drei Anträge und zwei Anfragen, bei der SPD eine Anfrage und zwei Anträge sowie bei seiner Fraktion zwei Anfragen und zwei Anträge.

„Kritik war einstimmig“

Des Weiteren macht der CDU-Mann deutlich, dass der Rat jeweils einstimmig – auch mit den Stimmen der Grünen – festgestellt hat, dass die „kritikwürdigen Entscheidungen“ Hoffmanns zum Mechtersheimer Wall, zum Einbau von Schränken im Heiligensteiner Pfarrheim und zum Umbau der Küche in der Kita Lautstark ohne rechtliche Grundlagen ergangen waren. Bei der Entscheidung zum Wall laufe noch immer die Prüfung, ob ein Versicherungsfall der Diensthaftpflicht des Ortsbürgermeisters wegen grob fahrlässigen Verhaltens vorliege. Die beiden anderen Fälle wurden durch einvernehmliche Ratsbeschlüsse „geheilt“, weist Müller hin. Er betont: „Diese fehlerhaften Entscheidungen waren im Übrigen auch die Hauptursache für die starke Belastung der Verwaltung. Viele Projekte, die man in dieser Zeit hätte umsetzen können, sind deshalb liegengeblieben.“ Der CDU-Politiker ist der Meinung, dass eine Aufarbeitung der Sachverhalte geboten war, um Schaden von der Gemeinde und den Steuerzahlern abzuwenden. Alleine der Schaden durch den unrechtmäßigen Bau und den erforderlichen Rückbau des Walls werde im sechsstelligen Bereich liegen, schätzt Müller.

Er findet, dass es regelrecht unverschämt sei, dass Hoffmann von einer Kampagne gegen ihn im Ortsgemeinderat spreche. „Ich frage mich, wo es in der Umgebung eine derart sachliche Aufarbeitung gegeben hätte“, sagt Müller und verweist darauf, dass der Rechnungsprüfungsausschuss jeweils in nichtöffentlicher Sitzung tagte und die jeweiligen Berichte im Ortsgemeinderat fraktionsübergreifend abgestimmt gewesen seien.

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