Rhein-Pfalz Kreis Aus dem Norden in die Pfalz

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MAXDORF. Die Sozialdemokraten aus der Verbandsgemeinde hätten gezielt einen Kandidaten mit viel Verwaltungserfahrung gesucht – und die habe er, sagt der 45-Jährige. Seit 23 Jahren ist der gelernte Vermessungstechniker und Ingenieur im öffentlichen Dienst tätig, seit acht Jahren ist er stellvertretender Abteilungsleiter für Stadtvermessung und Geoinformation in Worms. Der Beruf war es auch, der den im mecklenburgischen Güstrow geborenen und aufgewachsenen Sommer mit seiner Familie in die Pfalz „verschlagen“ hat. „Wir fühlen uns hier sehr wohl und wollen nicht mehr weg“, versichert er. Seine Frau ist außerdem Pfälzerin. Über das Vertrauen, das die Genossen in ihn setzen, freue er sich sehr. Der Bobenheim-Roxheimer ist seit seiner Nominierung kurz vor dem Jahreswechsel fast täglich in Maxdorf, Birkenheide oder Fußgönheim unterwegs. Sommer ist seit 2014 Beigeordneter der Gemeinde Bobenheim-Roxheim, und auch in seiner Heimatgemeinde habe er positive Rückmeldungen für seine Kandidatur bekommen. „Natürlich ist das auch eine Herausforderung“, gibt er zu, aber er habe sie nach Absprache mit seiner Frau und dem fast zwölfjährigen Sohn gerne angenommen: „Die Familie muss natürlich mitziehen.“ Nun tritt er an gegen Paul Poje (CDU) und Oliver Nagel-Schwab (FDP). Bei seinen Hausbesuchen im Wahlkampf und an den Infoständen mache er sich ein Bild von dem, was die Menschen in der Verbandsgemeinde umtreibt. Die Maxdorfer beschäftige das Albert-Funk-Haus zum Beispiel und die zu erwartende Verkehrsbelastung durch die Bebauung im Römig: „Da muss man als Verbandsbürgermeister durchaus mit Frankenthal ins Gespräch treten, zum Beispiel wegen einer Anbindung des Gebiets an den ÖPNV.“ In Fußgönheim sei die fehlende ärztliche Versorgung vor Ort und überhaupt die Nahversorgung ein Thema und in Birkenheide der Ausbau des Kita-Angebots und der betreuenden Grundschule, habe er erfahren. Sommer sieht einen Schwerpunkt darin, die Verbandsgemeinde weiterzuentwickeln und gleichzeitig den Ortsgemeinden ihren Gestaltungsspielraum zu erhalten. Dazu gehöre auch, die Verbandsumlage niedrig zu halten. Die Feuerwehr weiter zu modernisieren und den Schutz vor Naturkatastrophen zu verbessern – beispielsweise durch die Ertüchtigung des Kanalsystems im Zuge des Straßenausbaus mit Blick auf die Überschwemmungen im vergangenen Jahr – nennt Sommer als weitere Ziele. Und eine solide Finanzstruktur der Verbandsgemeinde. Diese sieht er als Dienstleister für die Bürger. Politisch interessiert gewesen sei er schon früh, erzählt Sommer, der aber erst vor sechs Jahren in die SPD eingetreten ist und dann schnell Ortsvereinsvorsitzender wurde. Lächelnd erzählt er, wie er als Zehnjähriger vergeblich versucht hat, an den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt heranzukommen, als dieser auf DDR-Visite war. Dafür habe er nach dem Mauerfall in Dresden Helmut Kohl die Hand geschüttelt, sagt er und lacht. Frank Sommer ist ehrenamtlicher Schöffe am Amtsgericht in Frankenthal, „eine verantwortungsvolle Aufgabe, die ich sehr gerne wahrnehme“. Wandern und Gartenarbeit sind weitere Hobbys. Wenn Sommer zum Verbandsbürgermeister gewählt werden sollte, wird er zunächst nicht hierherziehen, sagt er offen – „aus Rücksicht auf die Familie“ mit dem schulpflichtigen Sohn. Er sehe seine Aufgaben im Rathaus, und eine Sichtweise von außen auf die drei Orte halte er durchaus für förderlich: „Da habe ich den gleichen und objektiven Blick auf alle drei Ortsgemeinden.“ Serie In der Verbandsgemeinde Maxdorf wird am 5. März gewählt. Es gibt drei Kandidaten. In dieser Serie stellen wir sie vor.

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