Limburgerhof RHEINPFALZ Plus Artikel Auf den Spuren von Kommissar Dupin in der Bretagne

Typisch Bretagne: Leuchttürme wie dieser in Pontusval.
Typisch Bretagne: Leuchttürme wie dieser in Pontusval.

Kommissar Dupin löst Fälle in der Bretagne. Hierbei muss er feststellen, dass Land und Leute ganz eigen sind. Mehr dazu erzählt Ulrich Leist in seinem Vortrag zu den Krimis.

Das Wichtigste zuerst: „Auflösungen wird es von mir nicht geben. Die Leute wollen ja immer noch ihren Krimi-Spaß haben“, erzählt Ulrich Leist im Gespräch mit der RHEINPFALZ. In der Gemeindebücherei Limburgerhof wird der in Waldsee lebende Leist einen Vortrag zu der Krimiserie rund um Kommissar Dupin halten. Dabei wird er vor allem Tatorte und Schauplätze vorstellen und eigene Fotos zeigen. Die genannten Orte kennt er nämlich seit vielen Jahren.

Es war 1973, während seines Französisch-Studiums, als Leist sein Auslandssemester in Rennes machte. Das ist die Hauptstadt der Bretagne. Sie hat, wenn man das Umland ausklammert, rund 220.000 Einwohner. Die Universität ist recht groß – damals jedoch wollten die deutschen Studierenden nicht unbedingt dort hin. Viel spannender fanden sie Paris, erzählt Leist.

Er dagegen nutzte die Zeit in Rennes, um die Bretagne zu entdecken. „Ich habe Kurse zu Geografie und Geschichte der Bretagne belegt und sogar einen Sprachkurs, ,Bretonisch für Anfänger'“, berichtet Leist. Die Bretonen waren in der Geschichte lange eigenständig. Heute noch ist die Bretagne zwar französisch – doch mit eigener Identität. Insbesondere im Westen wird noch Bretonisch gesprochen. Ortsschilder und Infotafeln sind zweisprachig.

Leist für seinen Teil ist der Bretagne endgültig verfallen, als er bretonische Tänze gelernt hat. Sie werden bei dem Tanzfest „Fest Noz“ in praktisch jedem Dorf getanzt. Dazu gehört auch die selbst gespielte Musik auf dem Binioù, einem Dudelsack, der Bombarde und weiteren Instrumenten.

Leist kennt Autor persönlich

Hinter dem Künstlernamen des Autors, Jean-Luc Bannalec, verbirgt sich ein Deutscher. Der Autor ist Journalist und Literaturwissenschaftler. Leist kennt ihn persönlich. „Wir haben uns vor ein paar Jahren kennengelernt“, sagt Leist. Der Autor lebe im Wechsel in der Bretagne und Deutschland. Sein Kommissar ist Georges Dupin. Der ist eigentlich eingefleischter Großstädter, wurde aber aus Paris in die hinterste Provinz, also die Bretagne, strafversetzt.

In Concarneau, gelegen im westlichsten Teil der Bretagne, dem Finistère, muss er Fälle lösen. In die Bücher wird sehr viel Atmosphäre eingebracht. Wind und Meer, die alte keltische Tradition und die oftmals kauzigen Eigenheiten der Bretonen werden liebevoll beschrieben. Auch Essen und Trinken kommen nicht zu kurz. Selbst die Lieblingsrestaurants des Kommissars kennt Leist von eigenen Besuchen. In dem Vortrag wird er die Region und ihre Sehenswürdigkeiten zusammen mit den Krimis vorstellen.

Info

Der Vortrag „Die Bretagne neu entdeckt – Kommissar Dupin ermittelt in einer grandiosen Region“ findet am Freitag, 28. März, um 19 Uhr in der Gemeindebücherei Limburgerhof statt. Die Anmeldung kann per E-Mail an bibliotheklimburgerhof@t-online.de erfolgen.

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