DUDENHOFEN
Auf dem Friedhof entsteht ein Memoriam-Garten
Geplant sind erst einmal 41 Grabstellen. Werde diese Form der Bestattungsmöglichkeit nachgefragt, könnten in einem zweiten Abschnitt weitere 33 Gräber ausgewiesen werden, hieß es. Bereits im Sommer hatte der Friedhofsausschuss den Memoriam-Garten in Schifferstadt besichtigt. Claus Litz, der ihn mit seiner Tochter Stefanie Litz-Sandvik entwickelte, erläuterte am Donnerstag in der Festhalle das Konzept: „Er ist wie ein kleiner Garten gestaltet. Gräber und Rahmenbepflanzung bilden eine harmonisch aufeinander abgestimmte Einheit.“ Sein Entwurf für Dudenhofen sieht Erd- und Urnengräber vor.
Gestaltung, Bepflanzung und Grabpflege würden von einem zugelassenen Fachbetrieb übernommen, jeder Verstorbene werde auf den Grabmalen mit Namen und Lebensdaten genannt. Litz: „Mit dem Memoriam-Garten wird den Hinterbliebenen ein Rundum-Sorglos-Paket geboten, in dem auch die langjährige Grabpflege der gesamten Anlage enthalten ist.“ Auch wenn es vielen Hinterbliebenen wichtig sei, einen individuellen Ort zur Trauer zu haben, könnten oder wollten sie die aufwendige und langfristige Grabpflege nicht übernehmen. Dafür biete sich der Memoriam-Garten als Alternative an. Die Ausführung übernehme „ein Gärtner vor Ort“ – das Blumengeschäft Schuhmacher aus Römerberg.
Keine abseitige Lage
Am Beispiel Schifferstadt listete Litz die Gebühren der neuen Bestattungsform auf. Danach würde ein Urnengemeinschaftsgrab – Laufzeit 15 Jahre – inklusive Grabmal mit Inschrift sowie einmaligen gärtnerischen Kosten und Pflege mit Saisonbepflanzung knapp 1785 Euro kosten. Darin nicht enthalten ist die ortsübliche Grabstätten-Nutzungsgebühr. Für ein Urnenreihengrab errechnete Litz 3770 Euro, für ein Urnenwahlgrab (Partnergrab) – Laufzeit 20 Jahre – 6525 Euro. Die Sargbestattung im Erdreihengrab auf 20 Jahre veranschlagte er mit 8205 Euro, im Partnergrab für 25 Jahre mit 9450 Euro (ein Sarg, eine Urne) beziehungsweise 13.515 Euro (zwei Särge).
Roni Zürker (CDU) fand 450 Quadratmeter „nicht gerade klein“. Zudem werde dadurch der „alte Friedhof“ noch leerer. Warum, fragte Zürker, den Memoriam-Garten nicht in den ursprünglichen Friedhofsteil integrieren? Die Antwort von Litz: „Er soll ins Zentrum.“ An der Jahnstraße mit zwei Eingängen läge er zumindest nicht abseitig. Manfred Hook (FWG) fragte nach den Aufwendungen der Gemeinde. Burck verbuchte die unter „Kleinigkeiten, so gut wie keine“.
Mehr Platz zwischen den Gräbern hätte sich Felix Goldinger (Grüne) gewünscht. Der Abstand orientiere sich an den vorgegebenen Maßen und Vorschriften der Gemeinde, argumentierte Litz. Über den Ratsbeschluss und die Gestaltung möchte Laura Fauß (CDU) die Bürger in einem Schaukasten-Aushang informieren. Burck hielt eine Veröffentlichung im Amtsblatt für ausreichend. Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) will sich darum kümmern, dass der Bauhof einen Kasten aufhängt. Für Werner Löffler (SPD) „geht’s endlich in die Umsetzung“. Einen Memoriam-Garten hätten sich eine Reihe von Bürgern bislang vergeblich gewünscht, sagte er.