Rhein-Pfalz Kreis „Auch Umweltpolizei“

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Die Wasserschutzpolizei sorgt für Sicherheit und Ordnung auf, im und rund um den Rhein. Der Chef der Ludwigshafener Dienststelle, Thomas Schmitt, lädt regelmäßig Gäste zu kleinen Rundfahrten ein. Dabei stellt er die Arbeit seiner Kollegen vor. Wir haben Schmitt bei einer solchen Tour auf dem Rhein begleitet.

Thomas Schmitt ist ein überzeugter Ludwigshafener und identifiziert sich mit der Stadt und der Region. Das ist auch gut so, denn Thomas Schmitt ist Dienststellenleiter der Wasserschutzpolizeistation in Ludwigshafen. Er und seine Kollegen sind also für die Sicherheit des Schiffsverkehrs auf dem Rhein sowie den Schutz der Umwelt zuständig. Eine wichtige Aufgabe, denn der Rhein ist die meistbefahrene Wasserstraße Europas. Der Zuständigkeitsbereich der Ludwigshafener Dienststelle am Luitpoldhafen mit 32 Mitarbeitern erstreckt sich tagsüber über eine Strecke von 55 Kilometern Länge. „Die Zone reicht vom Rheinkilometer 409 bis 464“, sagt Schmitt. Die Rheinkilometer gelten von Konstanz bis zur deutsch-niederländischen Grenze, wobei Konstanz bei Kilometer null und die deutsch-niederländische Grenze bei Rheinkilometer 860 liegt. Die Strecke der Rheinkilometer 409 bis 464 umfasst das Gebiet zwischen Biebesheim im Norden und Rheinau/Altrip im Süden. Weil die Station in Germersheim nachts geschlossen wird, erstreckt sich das Zuständigkeitsgebiet dann sogar im Süden bis nach Neuburgweier knapp vor der französischen Grenze, also über zusätzliche 57 Kilometer bis Rheinkilometer 352. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben haben die Beamten der Wasserschutzpolizei zwei Boote sowie drei Fahrzeuge am Land zur Verfügung. Mit diesen Mitteln müssen die Beamten für die Sicherheit beim Schiffsverkehr auf dem Rhein sorgen. Dabei überprüfen sie bei Schiffen, ob die Gefahrgutvorschriften und andere Sicherheitsaspekte eingehalten werden, ob es ausreichendes Personal auf den Schiffen gibt und ob sie auch die entsprechenden Papiere haben. Denn für das Befahren des Rheins brauchen die Schiffer für bestimmte Strecken auch entsprechende Lizenzen. Dabei kommt Schmitt auf eine Besonderheit des Wasserverkehrs zu sprechen: Auf dem Wasser haben große und schwere Schiffe immer Vorfahrt. Nähern sich ein großes und ein kleineres Schiff, so muss immer das kleinere Platz machen. „Große Schiffe können nicht mal kurz zur Seite fahren oder einfach mal anhalten. Sie sind viel zu schwerfällig. Wenn sie bremsen, können sie schon noch einige Kilometer fahren oder auf dem Wasser treiben, bis sie zum Stillstand kommen“ erklärt der Polizist. Zweiter Schwerpunkt ist der Umweltschutz. „Wir verstehen uns als Umweltpolizei“, sagt Thomas Schmitt. Sein Team achte auf Gewässerverunreinigung, sei auch in den Naturschutzgebieten präsent. Über die Ausbildung sagt Schmitt: „Sie unterscheidet sich sehr von der Ausbildung der Kollegen auf dem Land. Die Beamten der Wasserschutzpolizei absolvieren die Polizeischule auf dem Gelände des Flughafens Hahn. Sie studieren dort und werden Verwaltungsfachwirt. Dazu kommt noch eine zusätzliche zweijährige Ausbildung, die teilweise in Hamburg erfolgt.“ Dritter zentraler Faktor bei der Arbeit der Wasserschutzpolizei neben Schifffahrt und Umweltschutz sind die Menschen. Vor allem um Schwimmer im Rhein geht es dabei. Thomas Schmitt erklärt den feinen Unterschied zwischen Mannheim und Ludwigshafen, was das Schwimmen im Rhein angeht. Auf der Mannheimer Seite darf laut Stadtverordnung nicht gebadet werden, auf der Ludwigshafener Seite schon. Wichtig sei, so Schmitt, dass die Schwimmer vorsichtig seien. Für die meisten Badeunfälle seien Alkohol und Panik verantwortlich, sagt er. Das Baden im Rhein sei aufgrund der starken Strömung sowie den Saug- und Druckverhältnissen etwas völlig anderes als das Schwimmen im Hallenbad, warnt Schmitt. Sogar geübte Schwimmer hätten da ihre Schwierigkeiten. Zum Glück, ergänzt Schmitt, gebe es nur wenige Badeunfälle im Rhein. 2016 habe die Polizei noch nicht eingreifen müssen, 2015 war die Polizei in drei oder vier Fällen vor Ort, um in Not geratene Rhein-Schwimmer zu retten. Der Grund für diese Bilanz? „Die Leute wissen Bescheid. Wir haben gute Aufklärungsarbeit geleistet“, ist Schmitt überzeugt. Auch auf die Frage, ob der Rhein verschmutzt sei und Badende krank werden, hat er eine beruhigende Antwort: „Ich würde zwar das Rheinwasser nicht literweise trinken, aber durch das Verschlucken von etwas Wasser passiert nichts. Das Wasser ist in Ordnung.“

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