Mutterstadt Aquabella: Betagte Wasserrutsche soll ersetzt werden
Die Wasserrutsche ist eine Hauptattraktion des Schwimmbads. Allerdings ist sie nicht mehr die Jüngste. Die in den Jahren 2000 und 2001 errichtete Rutsche weist Risse auf, wie der Rhein-Pfalz-Kreis in einer Pressemeldung mitteilt. Die Schäden seien zwar provisorisch instandgesetzt worden, sodass der Tüv die Attraktion für den Betrieb freigegeben hat, eine umfassende Reparatur stehe aber noch aus. Und sei zudem sehr teuer. Ein von der Kreisverwaltung eingeholter Kostenvoranschlag weist dafür eine Summe von mehr als 76.000 Euro aus. Da wegen des Alters der Rutsche mit weiteren Schäden gerechnet werden müsse, sei der Austausch sinnvoll, schreibt der Kreis. Zumal die jährlichen Energiekosten wegen der lichtdurchlässigen und ungedämmten Röhre mit rund 21.500 Euro zu Buche schlügen. Bei einer modernen Rutsche lägen diese nur noch bei etwa 2500 Euro.
35 Prozent Gas eingespart
Laut Mitteilung wird die neue Rutsche keine Plexiglasscheiben mehr haben, sondern komplett isoliert sein. Stattdessen soll es im Inneren der Röhre für die Badegäste eine Lichtshow geben. Unterschiedliche LED-Effekte sollen von Musik begleitet werden. „Das wird ein ganz neues Erlebnis für die Badegäste“, sagt Landrat Clemens Körner (CDU).
Die Kosten für die neue Rutsche beziffert der Kreis mit rund 390.000 Euro. Finanziert werden soll sie aus Rückstellungen. Die Gemeinden Limburgerhof und Mutterstadt beteiligen sich im Rahmen des Vertrags über die Betriebskostenbeteiligung am Aquabella mit jeweils zehn Prozent an den Kosten. Der Auftrag für die neue Rutsche soll nun ausgeschrieben werden.
Wie es in der Mitteilung weiter heißt, hat der Kreis in seinen Bädern von Oktober bis Januar 35 Prozent Gas eingespart. Infolge des russischen Überfalls auf die Ukraine war die Temperatur in den Becken der Kreisbäder vorübergehend um zwei Grad gesenkt worden. Zudem waren die beheizten Außenbecken im Mutterstadter Aquabella und im Heidespaß in Maxdorf/Lambsheim geschlossen, um das Gas-Einsparziel der EU von 15 Prozent zu erreichen.
„Auf dem richtigen Weg“
Landrat Clemens Körner spricht von einem „tollen Ergebnis“ und dankt der Bevölkerung, „die das trotz der Unannehmlichkeiten mitgetragen hat“. Auch wenn der befürchtete Gasmangel ausgeblieben ist, werde das Thema aus Klimaschutzgründen von zentraler Bedeutung bleiben. „Auch da sind wir mit der neuen energiesparenden Wasserrutsche auf dem richtigen Weg“, sagt Körner.