Rhein-Pfalz Kreis Appell fürs E-Werk
Jahresrückblick und Vorausschau auf 2019 durch Ortsbürgermeister Erich Weyer (FWG), Grußworte der Ehrengäste, Ehrungen verdienter Bürger, ein Appell der Ortskartellvorsitzenden Irmgard Gurdan zum Engagement in Vereinen sowie der Besuch der Sternsinger standen im Mittelpunkt des diesjährigen Neujahrsempfangs im Dorfgemeinschaftshaus in Gerolsheim.
In seinem Jahresrückblick verwies Ortsbürgermeister Weyer stolz auf die Tatsache, dass Gerolsheim mit nunmehr 1784 Einwohnern die „höchste Einwohnerzahl der vergangenen Jahre“ erreicht habe. Für ihn sei das ein Beleg für die Attraktivität des Ortes. In diesem Zusammenhang appellierte er an die Bürger, dem Gerolsheimer E-Werk treu zu bleiben. Denn während im Jahr 2014 der Gewinn noch über 22.000 Euro betragen habe, sei die Summe im vergangenen Jahr auf 14.000 Euro zurückgegangen. Da dieses Geld, das zur Hälfte in den Haushalt der Gemeinde fließt, wiederum den Bürgern zugute komme, mahnte Weyer: „Sollten immer mehr, auch bei günstigen Preisen unseres E-Werkes, diesem den Rücken kehren, müsste über Kürzungen oder Streichungen von freiwilligen Zuschüssen nachgedacht werden.“ Weiteres Thema seiner Rede bildete der Haushalt. Der wird im kommenden Jahr zwar nicht ausgeglichen sein. Dennoch werde man laut Weyer in der Lage sein, ohne neue Kredite die wichtigsten Ausgaben zu bewältigen: die Ausstattung des Kindergartens sowie der Wunsch nach neuen Baugebieten im Ort. Mit der Aussage „Gerolsheim ist die Wiege des Leiningerlandes, da hier die konstituierende Sitzung der neuen VG stattgefunden hat“, erfreute der Bürgermeister der VG, Frank Rüttger (CDU), in seinem Grußwort die zahlreichen Besucher im Dorfgemeinschaftshaus. Ein Schwerpunkt in den kommenden Jahren wird seinen Worten zufolge die Abarbeitung des Sanierungsdrucks besonders bei den Schulen der insgesamt 21 Ortsgemeinden sein. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Frankenthal, Thomas Bollinger, lobte die gute Zusammenarbeit mit dem E-Werk sowie mit der Verwaltung in Gerolsheim. Jutta Fang von der evangelischen Kirchengemeinde sah im Rückgang der Besucherzahlen beim Sonntagsgottesdienst eine Chance, durch eine Neugestaltung einzelner Gottesdienste wieder mehr Menschen anzusprechen. Pfarrer Andreas Rubel zog Parallelen zwischen einem „Irischen Segen“ und dem Auf und Ab im Leben der Menschen. Er erinnerte daran, dass ein Priester aus Gerolsheim, Andreas Sturm, nun Generalvikar der Diözese Speyer ist. Mit Gerhard Winter, der von 1985 bis 1991 als Pfarrer auch in Gerolsheim tätig war, sei ein beliebter Priester verstorben. Weitere Grußworte kamen von Miss Strohhut und der Weingräfin des Leiningerlands. Mit einem Appell forderte die Vorsitzende des Ortskartells, Irmgard Gurdan, die Zuhörer zu mehr Engagement in Vereinen auf. „Ohne Vereine können wir unseren Ort schließen“, betonte sie. Als Beispiele für erfolgreiches Engagement wurden anschließend Bürger der Gemeinde geehrt. Oliver Schröder vom Aikidoverein erhielt im vergangenen Jahr die Ehrennadel des Sportbunds Pfalz in Bronze für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand des Vereins. Die weibliche B-Jugend des TuS Gerolsheim wurde im Kegeln deutscher Meister, auch die Fahrer und Organisatoren des Bürgerbusses der Gemeinde wurden geehrt. Zu Beginn des Neujahrsempfangs begrüßten die Sternsinger die Besucher, während der Veranstaltung konnten die Anwesenden eine Bildpräsentation des vergangenen Jahres verfolgen. Umrahmt wurde der Empfang von der Gruppe „picaflores“ der Musikschule Leiningerland unter der Leitung von Richard Martin.