VG Rheinauen RHEINPFALZ Plus Artikel Angleichung der Abwassergebühren bleibt umstritten

Abwasser: Kostet innerhalb der Verbandsgemeinde Rheinauen unterschiedlich viel.
Abwasser: Kostet innerhalb der Verbandsgemeinde Rheinauen unterschiedlich viel.

So schnell wird es keine Entscheidung geben, ob die Abwassergebühren für die Orte der Verbandsgemeinde Rheinauen angeglichen werden sollen. Doch jetzt wurden neue Zahlen präsentiert, die die Diskussion anheizen.

Die am Montagabend im Werksausschuss präsentierten Zahlen zeigen, dass im Falle einer Vereinheitlichung nicht nur die Bürger, sondern auch Gewerbe und Industrie sowie die Ortsgemeinden Waldsee und Otterstadt zugunsten Altrips kräftig draufzahlen müssten. Überraschend ist das nicht, doch die Zahlen wurden bisher nicht genannt. Zur Erinnerung: Der Verbandsgemeinderat muss sich irgendwann entscheiden, ob die Abwassergebühren angeglichen werden sollen. Bei einer Vereinheitlichung würde jeder Bürger künftig 2,16 Euro für den Kubikmeter Schmutzwasser zahlen. Im Moment zahlen Altriper 2,86 Euro, Neuhofener 2,42 Euro und Waldseer und Otterstadter 1,47 Euro.

Rechnet man einmal das zusammen, was die Bürger, Gewerbetreibende, Industrie und öffentliche Dienstleistungen pro Jahr für Schmutzwasser berappen müssen, ergibt sich folgendes Bild. In Waldsee/Otterstadt wären das bei einer Vereinheitlichung 283.207 Euro mehr, in Neuhofen wären es 86.122 Euro weniger und in Altrip sogar 212.375 Euro weniger. Außerdem zahlen die Ortsgemeinden Gebühren für die Straßenentwässerung. Würden die Gebühren vereinheitlicht, würde die Ortsgemeinde Altrip 93.843 Euro dabei sparen. Neuhofen müsste 30.119 Euro mehr zahlen und Waldsee/Otterstadt 63.720 Euro mehr. Bei Oberflächenwasser ergibt sich eine ähnliche Tendenz.

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In dieser Berechnung ist, wie Rainer Claus (CDU Waldsee) kritisierte, noch nicht berücksichtigt, dass in Altrip im Bereich der Werke in den nächsten Jahren kräftig investiert werden muss. Ebenso müsste seiner Ansicht nach noch mit einfließen, dass Waldsee und Otterstadt 2,5 Millionen Euro und Neuhofen 1,2 Millionen Euro Guthaben in die Werkefamilie mit eingebracht haben, wohingegen Altrip Schulden mitgebracht hat. Nach Ansicht von Claus würden die Gebühren der Waldseer und Otterstadter ohne eine Angleichung sogar noch deutlich weiter sinken, weil das zinslose Darlehen an die Kläranlage Speyer 2023 abbezahlt ist.

Es wird also weiter über die Vereinheitlichung der Gebühren diskutiert werden. Es bestehe aber keine Eile, machte Bürgermeister Patrick Fassott (SPD) klar.

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