Rhein-Pfalz Kreis Alarmanlage wird nachgerüstet

LUDWIGSHAFEN. Teure Folgen eines dummen vermutlichen Streiches: Die Amok-Alarmsprechstellen an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Mutterstadt werden nachgerüstet. Damit soll ein bewusst ausgelöster Fehlalarm möglichst verhindert werden. Das wird fast 23.000 Euro kosten. Der Ausschuss für Bau, Planung und Verkehr des Rhein-Pfalz-Kreises hat dies gestern einstimmig zur Kenntnis genommen.
Dreimal hat es im vergangenen Jahr einen Fehlalarm an der IGS gegeben. Der Folgenschwerste war am letzten Tag vor den Herbstferien, dem 7. Oktober (wir berichteten mehrfach). Denn da gab es Großalarm, Polizei, SEK, Feuerwehr und andere Rettungskräfte rückten aus, es herrschten Aufruhr und Angst. Wie sich herausstellte, war einer der leicht zugänglichen Alarmknöpfe wohl bewusst gedrückt worden. Die bestehende Anlage mit den ungeschützten Alarmknöpfen war 2014/2015 in Abstimmung mit Schule und Polizei installiert worden, stellte Beigeordneter Manfred Gräf (CDU) gestern fest. Nach Angaben der Kreisverwaltung haben sich am 3. November erneut Vertreter der Schulleitung, der Lehrer, von Personalrat, Schulelternbeirat, Polizei, Kreisverwaltung und der Elektrofirma NTA Systemhaus aus Mainz zusammengesetzt. Diese hatte die Anlage installiert. Ergebnis: Die Hemmschwelle, einen (Fehl-)Alarm auszulösen, muss erhöht werden. „Ein Fehlalarm mit der Dimension vom 7. Oktober schadet dem Ruf der Schule enorm“, sagte Gräf. Von den Folgen ganz abgesehen. Deswegen müssen nun alle 120 Sprechstellen in der Schule nachgerüstet werden. Der neue Alarmknopf wird unterhalb der jeweiligen Sprechstelle montiert, geschützt durch ein Kästchen mit einer Glasplatte, die erst eingeschlagen werden muss. Der bisherige Alarmknopf wird zum reinen Sprechstellenknopf umprogrammiert. Den Auftrag hat wieder NTA Systemhaus erhalten. „Wir mussten das schnell in Angriff nehmen“, erläuterte Gräf, warum die Verwaltung die Arbeiten bereits in Auftrag gegeben hat. Entsprechende Haushaltsmittel würden über den Bauunterhalt zur Verfügung stehen. Die Ausschussmitglieder hatten zwar einige Nachfragen, waren aber einverstanden. Laut Bau-Abteilungsleiter Hans Schwitzgebel wird das Amok-Alarmsystem sukzessive in den Schulen des Kreises eingebaut, beziehungsweise ist bereits eingerichtet. |umi