Rhein-Pfalz Kreis Adventsgabe für Kulturarbeit

Gruppenbild mit Förderern und Geförderten: Neun Vereine und Initiativen wurden bedacht.
Gruppenbild mit Förderern und Geförderten: Neun Vereine und Initiativen wurden bedacht.

«Ludwigshafen.» Vorweihnachtliche Geschenke für kulturschaffende Vereine und Gruppen im Rhein-Pfalz-Kreis: Die Kulturstiftung der ehemaligen Kreissparkasse Rhein-Pfalz hat 14.300 Euro ausgeschüttet und damit neun Vereine und Einrichtungen für bürgerschaftliches Engagement bedacht. Die Palette der geförderten Projekte war breit und reichte von der Brunnensanierung über ein Airbrush-Camp bis zur Gemäldeausstellung.

Es war bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass der Stiftungsvorsitzende, Sparkassenvorstand Clemens G. Schnell, und Landrat Clemens Körner (CDU) als Vorsitzender des Stiftungskuratoriums Fördergelder überreichten. Im August waren es fast 42.000 Euro für Kulturschaffende. Seit 45 Jahren musiziert die Mutterstadter Band Regenbogen. Als junge Sacro-Pop-Musiker haben sie 1972 in der Pfarrei St. Medardus angefangen, erinnerte sich Mitgründer Georg Englmann. Die acht Musiker geben Konzerte und Liederabende und begleiten Gottesdienste. 500 Euro sind für die Anschaffung von neuem Equipment willkommen. Eine Ausstellung über den Ringer Alexander Leipold plant das Ringermuseum in Schifferstadt. Zusätzliche Vitrinen sollen gestellt, Medaillen müssen kopiert werden, erläuterte Martin Volk, zweiter Vorsitzender des Vereins zur Pflege der Kultur des Ringersports. 1000 Euro sind dafür an den Verein gegangen. 500 Euro überreichten Schnell und Körner an den Verein für Heimatpflege, ebenfalls in Schifferstadt. Dessen Arbeitskreis Heimatforschung hat ein 120 Seiten starkes Werk über die Straßen- und Flurnamen der Stadt erarbeitet – das soll laut dem Vereinsvorsitzenden Werner Krämer zur 1150-Jahr-Feier Schifferstadts im kommenden Jahr veröffentlicht werden. An den Maler August Doerner hat der Verein für Geschichte und Kultur in Maxdorf mit einer Ausstellung erinnert. Doerner hatte der Maxdorfer Tradition der Gänsemast einst mit einem Fresko ein künstlerisches Denkmal gegeben. Dieses ist zwar verschwunden, der Maler selbst aber wurde durch eine Schau mit Leihgaben aus dem Besitz seiner Nachkommen wieder ins Gedächtnis gerufen. Der Vereinsvorsitzende Ferdinand Fiedler nahm 300 Euro entgegen. Renate Klamm, langjährige Leiterin des Heimatmuseums in Heuchelheim, und ihr Nachfolger Mathias Hüther, auch Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins, konnten je 1000 Euro entgegennehmen. Hüther stellte das Kinder-Museumsfest vor, das der Kulturverein veranstaltet, um jungen Menschen (Heimat-)Geschichte näherzubringen, und Klamm berichtete über die Arbeit des Heimatmuseums. Über 2000 Euro freuten sich die Vertreter der Ortsgemeinde Kleinniedesheim. Das Geld ist für die Sanierung des historischen Ziehbrunnens gedacht, sagte Beigeordneter Gunter Jung (FWG). Auch der Rhein-Pfalz-Kreis selbst wurde bedacht. 3000 Euro nahm Kulturbüroleiter Paul Platz für die Organisation eines Airbrush-Camps entgegen, das im Mai 2018 im Carl-Bosch-Haus in Maxdorf stattfinden wird. Vier „weltbeste Airbrusher“ werden dort in ihre speziellen Techniken einweihen, verriet Platz. Und 5000 Euro gab es aus der Stiftungskasse für die Teilnahme des Kreises am großen bundesweiten Diktatwettbewerb. Laut Platzsollen die Besten zum Finale nach Frankfurt fahren.

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