Rhein-Pfalz-Kreis / Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Adoptionsvermittlung: Kreis Bad Dürkheim mit dabei

In dem Gebiet, für das die Adoptionsvermittlungsstelle zuständig ist, leben über 630.000 Menschen.
In dem Gebiet, für das die Adoptionsvermittlungsstelle zuständig ist, leben über 630.000 Menschen.

Die Fachstelle Adoption beim Rhein-Pfalz-Kreis wächst weiter: Mit dem Kreis Bad Dürkheim kommt ein neuer Partner hinzu. Welche Veränderungen das mit sich bringen wird.

Wer in der Vorderpfalz eine Frage zum Thema Adoption hat, ist bei der Verwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises richtig. Am Ludwigshafener Europaplatz ist die Adoptionsvermittlungsstelle des Kreises sowie der Städte Ludwigshafen, Frankenthal, Speyer und Neustadt beheimatet. Am 1. Januar 2003 hat die gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle der Städte Frankenthal, Speyer und des Rhein-Pfalz-Kreises mit Sitz bei der Kreisverwaltung ihre Arbeit aufgenommen. Laut Kreisverwaltung war es damals der erste Zusammenschluss dieser Art in Rheinland-Pfalz. Am 1. Mai 2010 wurde die Stelle noch um die Stadt Ludwigshafen erweitert, seit 1. Januar 2021 ist auch Neustadt dabei. Jetzt kommt noch der Landkreis Bad Dürkheim dazu.

Der Kreistag des Rhein-Pfalz-Kreises hat in seiner jüngsten Sitzung am Montag dem Vorschlag der Verwaltung zur Erweiterung einstimmig seinen Segen gegeben. Außerdem soll eine entsprechend erweiterte Zweckvereinbarung unterzeichnet werden. Laut Landrat Clemens Körner (CDU) sind es aktuell drei Mitarbeiterinnen in der Vermittlungsstelle, die sich um die Adoptionen kümmern. Im Moment besetzen die drei Frauen zwei Stellen. Aufgrund der erhöhten Anforderungen durch den Beitritt des Kreises Bad Dürkheim wird der Bedarf um 0,5 Stellen aufgestockt.

Laut Kreisverwaltung wird die Adoptionsvermittlungsstelle künftig für Gebietskörperschaften mit insgesamt über 630.000 Einwohnern zuständig sein. Bisher sind es knapp 500.000. Die Kosten werden unter den einzelnen Kommunen aufgeteilt, abhängig von der Zahl der Einwohner, basierend auf der Bevölkerungsstatistik zum 30. Juni 2023. So muss die Stadt Frankenthal als kleinste Kommune (49.569 Einwohner) 7,84 Prozent der Gesamtsumme zahlen, gut 25.500 Euro. Der Kreis Bad Dürkheim (137.745) trägt 21,78 Prozent (gut 70.900 Euro). Der Rhein-Pfalz-Kreis trägt mit 25,16 Prozent rund ein Viertel der Kosten (gut 81.900 Euro). Die Stadt Ludwigshafen hat mit 28,41 Prozent den Löwenanteil zu stemmen (gut 92.500 Euro). Insgesamt werden die Kosten mit 325.600 Euro angegeben.

Sobald alle Gebietskörperschaften der Aufnahme des Kreises Bad Dürkheim zugestimmt haben, beantragt der Rhein-Pfalz-Kreis die Genehmigung der Zweckvereinbarung bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Der Kreistag des Rhein-Pfalz-Kreises hat am Montag einstimmig die Aufnahme des Nachbarkreises gebilligt. Die erforderliche Zustimmung der Gemeinsamen Zentralen Adoptionsstelle Rheinland-Pfalz und Hessen (GZA) zum Beitritt des Kreises Bad Dürkheim liegt bereits vor.

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