Rhein-Pfalz Kreis Abends Stoßstange an Stoßstange

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Auf Gerolsheims Straßen sind schon bald die Maler unterwegs. Weil die Farbe der eingezeichneten Parkbuchten nach fünf Jahren allmählich verblasst, soll nun nachgebessert werden. In diesem Zusammenhang stellt sich eine alte Frage: Wie kann die angespannte Parksituation in den zum Teil sehr engen Straßen im Ortskern verbessert werden? Damit hat sich am Dienstag erneut der Bauausschuss befasst.

Stoßstange an Stoßstange parken die Autos in Gerolsheim – was man vor allem von Straßenrändern in Innenstädten kennt, ist auch in dem beschaulichen Dorf ein Problem. Ein Schwerpunkt ist die Hauptstraße mit ihrem hohen Verkehrsaufkommen. Speziell in der kurvenreichen Obergasse kann es ganz schön eng werden, sogar ohne Gegenverkehr. Nadelöhre sind laut Ortsbürgermeister Erich Weyer (FWG) auch die Bereiche Stichelgasse/Römerstraße, Hinter-/Untergasse, wo ebenfalls in den unübersichtlichen Kurven geparkt wird, die Kirchenstraße sowie die Straße An der Ziegelhütte und deren Nebenwege. „Unsere Straßen sind zum Teil für Nutzfahrzeuge nicht mehr passierbar. Die Müllabfuhr hat es schwer, und auch die Anfahrt der Feuerwehr wäre im Notfall nicht immer problemlos möglich“, sagte Horst Piroth (SPD) im Ausschuss. Auch das Rein- und Rausfahren in und aus Grundstückseinfahrten sei wegen der vielen parkenden Fahrzeuge an manchen Stellen kaum noch möglich. Bereits vor zwei Jahren hatten die Sozialdemokraten angeregt, über ein Verkehrskonzept nachzudenken, das auf den Dorfstraßen für Ordnung sorgen sollte. FWG und CDU schlossen sich dem Vorschlag an. Eigentlich wollten die Gerolsheimer zusammen mit der Verbandsgemeinde ein Ingenieurbüro suchen, das Erfahrungen mit der Erstellung solcher Konzepte hat. Um Geld zu sparen, habe man das verworfen, erklärte Weyer auf Nachfrage der RHEINPFALZ. „Wir kennen ja die neuralgischen Punkte im Ort.“ Außerdem gebe es regelmäßige Begehungen des Gemeindevorstands mit Vertretern des Rats sowie mit Polizei und Ordnungsamt. Die Situation sei auch ein bisschen besser geworden, berichtet der Dorfchef. „Allerdings gibt es noch immer schwarze Schafe, die ihre Autos einfach auf der Straße abstellen, anstatt sie auf die Grundstücke zu fahren.“ Auch das Grundproblem bleibe: „Es gibt eben immer mehr Autos. Hatte eine Familie früher einen Pkw, sind es heute zwei oder vielleicht sogar drei“, betont der Bürgermeister. Was die Gerolsheimer nun gemeinsam mit der Verbandsgemeinde überlegen wollen: Sollen zusätzlich zu den bestehenden Parkstreifen, wie es sie im nördlichen Teil der Obergasse, in der Römerstraße sowie in der Unter-/Hintergasse gibt, neue Buchten eingezeichnet werden? Auch in Straßen, in denen es noch gar keine gibt? In der Hauptstraße soll das in Absprache mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) ausprobiert werden. Auch von den Zickzacklinien, die an Engstellen das Parken optisch unterbinden sollen, könnte es mehr geben, regten die Ausschussmitglieder an. Mehr Park- und Halteverbote seien nötig. Einen Schilderwald soll es aber auch nicht geben. Eine mögliche Lösung: Schilder an den drei Ortseingängen könnten Autofahrer darauf aufmerksam machen, dass Parken nur noch in den eingezeichneten Bereichen erlaubt ist, wie Piroth vorschlug. Dann seien aber mehr Kontrollen als bisher nötig. „Wir müssen die Autofahrer erziehen. Und das geht nur, wenn wir den Druck erhöhen“, unterstrich der SPD-Politiker. Ob man mit wenigen Schildern auskomme oder ob am Ende doch ein Schilderwald drohe, das müsse mit der Verbandsgemeinde und dem LBM abgeklärt werden, erläuterte Weyer. Weil die Hauptstraße sowie die Hinter- und Untergasse Durchgangsstraßen sind, gehe dort ohne den Landesbetrieb sowieso nichts. Er müsste auch bei zwei weiteren Wünschen des Bauausschusses entscheiden: ein Parkverbot in der kurvenreichen Hintergasse und tagsüber unter der Woche eine zeitliche Begrenzung von drei Stunden für die Nutzung der Parkplätze am Rathaus. |gnk

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