Rhein-Pfalz Kreis 58 000 Euro mehr

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Maxdorf. Für Maxdorf steigen die Kosten für den Pfalzmarktweg von 100.000 auf 158.000 Euro. Das teilte Ortsbürgermeister Werner Baumann (CDU) dem Gemeinderat mit. Weitere mögliche Zusatzkosten für eine nachträgliche Verbreiterung der sogenannten Schleppkurve Im Reff lehnt der Rat ab.

Der Pfalzmarktweg ist eine Art Umgehungsstraße für den landwirtschaftlichen Verkehr. Damit sollen Landwirte, die ihre Erzeugnisse in den Pfalzmarkt nach Mutterstadt bringen, die Ortsdurchfahrten von Gemeinden wie Ruchheim oder Mutterstadt entlasten. „Je länger etwas dauert, desto teurer wird es“, sagte Ortsbürgermeister Werner Baumann in der Ratssitzung am Donnerstag. Der solidarische Beitrag der Ortsgemeinde sei von 100.000 auf 158.000 Euro gestiegen. Nun stehe eine weitere Kostensteigerung ins Haus. Denn mittlerweile habe sich gezeigt, dass die Kurve in der Straße Im Reff, die zum Bauhof führt, zu eng ist. Zwei Traktoren können die Stelle nicht gleichzeitig passieren, sogar ein Rückstau in den Kreisel der Landstraße Richtung Ludwigshafen könne entstehen. Damit dieser Planungsfehler des Landesbetriebs Mobilität beseitigt werden kann, habe das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum einen Zuschuss abgelehnt, die Kosten sind laut Baumann allein von der Gemeinde zu tragen. Zwar sei man von der Sinnhaftigkeit des Wegs nach wie vor überzeugt, dennoch: „Wir sind nicht bereit, für diesen Planungsfehler geradezustehen“, sagte Baumann. Seinem Beschlussantrag stimmte der Rat zu: „Da die Schleppkurve Im Reff erweitert werden muss, werden auf die Gemeinde Maxdorf circa 30.000 Euro an Kosten zukommen. Die Gemeinde will diese Zusatzkosten mit dem auf sie entfallenden Anteil von 158.000 Euro verrechnen.“ Sprich: Sie will keinen zusätzlichen Cent aufbringen. Ein kleines Wohngebiet soll derweil in Maxdorf zwischen Siemensstraße und der Straße Kurze Maräcker auf einer bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche entstehen. Der dazu notwendigen Änderung des Bebauungsplans „Westlich der Lambsheimer Straße“ hat der Gemeinderat vorbehaltlich eines städtebaulichen Vertrags mit dem Eigentümer zugestimmt. Das betreffende Areal mit Ackerfläche und Gewächshäusern war laut Bürgermeister Baumann ursprünglich im 1996 erstellten Bebauungsplan enthalten, aber auf einen damaligen Antrag des Eigentümers hin ausgeschlossen worden. Nachdem dieser inzwischen die Landwirtschaft aufgegeben hat, ist eine Wohnbebauung vorgesehen. Geplant sind Einfamilienhäuser oder Doppelhäuser, die über eine Stichstraße von der Straße Kurze Maräcker angefahren werden, an der Siemensstraße sollen Einzel- oder Reihenhäuser entstehen. Der Rat stellte in seinem Beschluss die Änderung des Bebauungsplans „in Aussicht“. Zwingende Voraussetzung sei allerdings ein städtebaulicher Vertrag mit dem Eigentümer für die Übernahme der Kosten der Stichstraße sowie der noch nachträglich zu tragenden Erschließungskosten für das Baugebiet Westlich Lambsheimer Straße von rund 92.000 Euro.

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