Rhein-Pfalz Kreis 40 Prozent für Steiniger

«SPEYER/LUDWIGSHAFEN.» Die vorderpfälzischen Christdemokraten haben am Abend des 24. September 2017 Grund zum Feiern: Ihr Direktkandidat Johannes Steiniger gewinnt bei der Bundestagswahl das Mandat im Wahlkreis Neustadt-Speyer, zu dem das Leiningerland gehört.
Der Nachfolger von Norbert Schindler aus Bobenheim am Berg kommt auf 40 Prozent der Erststimmen, und das sind fast fünf Prozentpunkte mehr, als die CDU bei den Zweitstimmen abräumt. Steiniger sticht damit jeden der sechs Mitbewerber um den Sitz in Berlin aus. Isabel Mackensen (SPD) erhält 25,3 Prozent der Erststimmen, auf den dritten Platz (11,9 Prozent) kommt Wolfgang Kräher von der AfD. Die Ergebnisse der Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Linke und Freien Wählern bewegen sich zwischen 7,6 und 3,4 Prozent. Zum benachbarten Wahlkreis Ludwigshafen/Frankenthal, den Torbjörn Kartes von der CDU mit 32,2 Prozent gewinnt, gehört fast der gesamte Rhein-Pfalz-Kreis, und den darf man durchaus als schwarz bezeichnen. Denn in keiner einzigen Gemeinde schneidet einer der anderen sieben Direktkandidaten besser ab als Kartes. Und: Er holt im Landkreis 3,3 Prozentpunkte mehr als im Rest seines Wahlkreises. Immerhin: So groß wie in Speyer/Neustadt ist der Unterschied im Ergebnis von CDU- und SPD-Bewerbern nicht. Die Sozialdemokratin und langjährige Bundestagsabgeordnete Doris Barnett erreicht im gesamten Wahlkreis 31,9 und im Rhein-Pfalz-Kreis 29,9 Prozent. Drittstärkste Kraft wird auch dort die Alternative für Deutschland. Diese als rechtspopulistisch geltende Partei kommt in Kleinniedesheim auf sagenhafte 18 und in Beindersheim auf 17,5 Prozent der Zweitstimmen.