Römerberg
190 Besucher beim Seniorennachmittag: Ein Dankeschön an die ältere Generation
Fast 190 Frauen und Männer ab 70 Jahren sind am Donnerstagmittag in die Schulturnhalle Mechtersheim gekommen. Sie sind der Einladung der Ortsgemeinde Römerberg gefolgt, die einmal im Jahr einen Seniorennachmittag ausrichtet. „Wir wollen Danke sagen für die geleistete Arbeit der Menschen in unserer Gemeinde und für ihre Treue, die sie ihr halten“, betont der Beigeordnete Franz Zirker (CDU).
Überraschungsmomente hält der Nachmittag außer einem schmackhaften Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen bereit. „Ich hab’ gar nicht gewusst, dass es in Medersche so viel ältere Leute gibt“, sagt Christel Weinkämmerer und lacht. Ihre Bekannte Waltraud Dienst ergänzt direkt: „Die kommen aus ganz Römerberg.“ Recht hat sie. Auch aus Berghausen und Heiligenstein sind Senioren da.
Viele haben das Angebot des Fahrdienstes genutzt. Bürgermeister Matthias Hoffmann (Grüne) spricht von 26 Anmeldungen. Nachrüsten muss die Gemeinde im kommenden Jahr: „Wir haben festgestellt, dass zwei Busse für die Anzahl zu wenig sind.“ Was zählt ist: Alle sind angekommen, auch dank der Nachbarschaftshilfe.
Seniorenclub und Beirat informieren
Waltraud Dienst und Christel Weinkämmerer sind hingegen gelaufen. „Wir haben’s nicht weit“, sagt Dienst. Mehrfach ist die 76-Jährige beim Seniorennachmittag schon Gast gewesen. „Es war immer schön“, versichert sie. Von ihrer Frauengruppe hat sich Weinkämmerer animieren lassen. „Ich bin zum ersten Mal hier, weil die anderen immer erzählt haben, wie schön es hier ist“, merkt sie an. Der passende Wein im Glas mit dem pfiffigen Namen „Ledzrum“, der beim örtlichen Weingut bezogen wird, hat einen Anteil daran.
Die regelmäßigen Treffen mit der Gruppe zum Spielen genießt Weinkämmerer. Dass die Gemeinde mehr als den Seniorennachmittag für die ältere Generation zu bieten hat, erfährt sie im Laufe des Nachmittags. Vertreter von Seniorenclub und -beirat stehen unter anderem als Ansprechpartner zur Verfügung.
Älteste Besucherin ist 98
Elvira Theurer, Vorsitzende des Seniorenbeirats, sieht in der Zusammenkunft ein Zeichen der Wertschätzung. Ihr Appell geht an alle, sich bei Problemen an das Gremium zu wenden. Das Angebot zum Vorbeikommen steht auch bei Anna Lenz, der Leiterin der Mediathek in Römerberg. Sie hat einen Tisch mit Infomaterial, Büchern und Spielen vorbereitet, um den Senioren aufzuzeigen, dass es auch für sie in der Einrichtung einiges zu erleben gibt.
Bunt gemischt ist die Altersstruktur des Tages. An der Spitze stehen Hilde Füger mit 98 Jahren sowie die 91-jährigen Nachcousins Rudi und Ruprecht Moser. Blumen und Wein symbolisieren die Anerkennung für die stattlichen Zahlen.
Nach dem Auffüllen der Kraftreserven beweisen einige Senioren ihre Fitness sogar beim Tanzen. Dafür ist extra Platz vor der Bühne freigehalten worden. Den passenden Ton schlägt Alleinunterhalter Armin Mettendorf an.
Für Zirker ist der Tag gelungen. Auch, weil Regen und Sturm keinen Einfluss auf die Stimmung haben. Das Durchhaltevermögen der Senioren zieht sich entsprechend bis in den frühen Abend.