Mutterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel 16 Kunstschaffende bei Ausstellung „Kunst in der Scheune“

Stimmungsvoll in Szene gesetzt: Kunstwerke in der Ausstellung „Kunst in der Scheune“.
Stimmungsvoll in Szene gesetzt: Kunstwerke in der Ausstellung »Kunst in der Scheune«.

„Kunst ist schöpferisches Gestalten aus den verschiedensten Materialien oder mit den Mitteln der Sprache, der Töne in Auseinandersetzung mit Natur und Welt.“ So hat es Katrin Kirchner bei der Vernissage vorgetragen und genau das zeigt „Kunst in der Scheune“ in Mutterstadt – auch noch am kommenden Wochenende.

Die 16 ausstellenden Künstler, Mitglieder der Künstlergruppe KreArt sowie Gastkünstler, drücken sich mit ganz eigenen Stilrichtungen und Materialien aus. Ursula Börner verwendet dazu Acryl und Aquarell. In ihren Bildern verwischen die Konturen, sie ziehen den Betrachter auf angenehme Weise in die Motive aus der Natur hinein. Im Gegensatz dazu Nadine Becker mit Drucken und Aquarellen, die ihre Arbeiten dem Expressionismus zuordnet oder Melanie Wieser mit Grafiken und Collagen.

Ebenfalls mit Collagen entführt Sandra Braun den Betrachter in die Zeit der Kinder vor 120 Jahren, sie mischt ihre Kunst mit einer historischen Betrachtung vergangener Zeiten und spannt somit einen imaginären Bogen zur heutigen Pädagogik. Nicht den Menschen, sondern den Tieren widmet sich Edda Henßler mit ihren Tierskulpturen oder Tierobjekten, die sie mittels Häkelnadel und fadendünnem Draht modelliert. Einen starken Pinselduktus zeigt Maler Michael Kunz bei seinen Bildern, die gerne viel Struktur zeigen.

Naturerlebnis und Zeitreise

Gabriele Schmidt und Emil Stenger finden ihre Motive vornehmlich in der Natur, die eine verarbeitet ihre Eindrücke in Acrylbildern, der andere in Aquarellen und Maike Müller hält ihre Beobachtungen fotografisch in Detailaufnahmen fest. Sie versteht es, im Betrachter ihrer Fotografien ein großes Staunen über die Architektur der Natur zu veranlassen.

Katrin Kirchner drückt sich in Gedichten aus. Auch sie unternimmt mit ihrer Poesie eine Zeitreise, und zwar auf die Insel Gavrinis im Golf von Morbihan, ein sogenanntes Ganggrab, und verbindet gewissermaßen damit die zweidimensionale Kunst mit der dreidimensionalen in dieser Ausstellung. Denn der Dreidimensionalität haben sich Oliver Braun mit seiner „Winewoodart“, Anja Henßler mit Tonskulpturen, Kurt Reinhard mit seiner Stelenkunst aus Eichen-, Buchen- und Robinienholz verschrieben.

Beim Schaffensprozess dabei

Stefan Schmitt und Gabriele Völker schließen sich mit Treibholzkunst und Töpferkunst an. Allen gemeinsam: die Liebe zu Naturmaterialien, die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Erdigen, dem Vergänglichen, das im Kreislauf des Lebens wieder neu erschaffen wird, damit wieder am Anfang steht und neues Staunen hervorruft. Ganz so wie es die Mandalas von Daniela Olbert-Sinn ausdrücken, eine jahrtausendealte Kunst und die in Sanskrit so viel bedeute wie „Kreis, um dessen Zentrum sich alles dreht.“

Tolle Idee der Ausstellung: Es können nicht nur die fertigen Ergebnisse künstlerischen Schaffens betrachtet werden. Michael Kunz bietet während der Ausstellungszeiten ein Livepainting. Der Besucher ist also bei der Entstehung eines Kunstwerkes dabei und kann den Schaffensprozess direkt betrachten und die emotionalen Momente erspüren. Die Vernissage wurde musikalisch vom Handharmonika-Club Mutterstadt mit Sängerin Kristina Franz-Werner begleitet.

Noch Fragen?

Die Ausstellung, die vom neu gegründeten Mutterstadter Verein Hof.Kultur unterstützt wird, findet im Hof der Familie Weinacht in der Schulstraße 23 in Mutterstadt statt und ist noch einmal am 18. September von 14 bis 18 Uhr und am 19. September von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Den Waffelverkauf übernehmen die Turnerfrauen der TSG Mutterstadt und des Mutterstadter Landfrauenvereins, den Weinausschank das Weingut Hartmetz-Kling aus Kleinkarlbach.

Farbenfrohe Malerei : Die Ausstellung bietet ein breites Spektrum an Kunst.
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16 Künstler machen mit.
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Es ist die erste Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem neuen Verein Hof.Kultur.
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Zur Vernissage spielte der Handharmonika-Club Mutterstadt.
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