Maxdorf RHEINPFALZ Plus Artikel Über Stock und Stein: Weingarten-Radrundweg geht in die Verlängerung

Der Weingarten-Radrundweg soll erweitert werden.
Der Weingarten-Radrundweg soll erweitert werden.

Zwölf Kilometer lang ist der Weingarten-Radrundweg durch die Verbandsgemeinden Maxdorf, Dannstadt-Schauernheim und Wachenheim. Nun soll das Projekt weitergehen und 47 weitere Kilometer ausgewiesen werden. Neu gebaut wird aber nichts – und dessen müssen sich die Radler bewusst sein.

Es begab sich Ende September 2014, dass sich Landrat Clemens Körner (CDU) auf seinen Drahtesel schwang und ein Vorzeigeprojekt präsentierte. An seiner Seite: Stefan Veth (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim, sowie dessen damalige Amtskollegen aus Maxdorf und Wachenheim, Marie-Luise Klein (SPD) und der inzwischen verstorbene Udo Kittelberger. Gemeinsam radelten sie durch die Gemarkungen, über Fußgönheim nach Dannstadt, weiter nach Rödersheim-Gronau, am Ende den sogenannten Schindbuckel hinauf nach Gönnheim. Einkehr im Weingut, zufriedene Gesichter. Der neue Radweg mit dem Namen Weingartenweg soll Regionen verbinden, den Rhein-Pfalz-Kreis dem Kreis Bad Dürkheim näher bringen, Weinberge und Gemüsefelder kombinieren. Demnächst wird sich Körner wohl wieder eine Rad-Mannschaft zusammenstellen.

Denn der Weingartenweg wird ausgeweitet. Zwölf Kilometer sind es bislang, 47 Kilometer sollen nun hinzu kommen. „Ich würde den anderen Gemeinden gerne grünes Licht geben“, sagt Maxdorfs Bürgermeister Paul Poje (CDU) in der Sitzung des Verbandsgemeinderats, „wenn man A sagt, muss man auch B sagen.“ Etwa 70.000 Euro kostet das Projekt zur „Integrierten Ländlichen Entwicklung“, nach Abzug aller Zuschüsse bleiben 22.000 Euro, die auf die Gemeinden verteilt werden. Maxdorf steuert 5000 Euro bei. Die Federführung hat jedoch die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim.

Kritik der Landwirte

Bis auf kleinere Bauarbeiten geht es darum, Schilder für den Radweg aufzustellen – und die Wege festzulegen. Für die Strecken werden wie in der ersten Phase bestehende Wirtschaftswege genutzt, was einiges an Abstimmungen nötig macht. „Es wird Zeit, dass wir das voranbringen“, sagt Alfons Wiebelskircher (SPD), „sonst dauert es noch länger als der Berliner Flughafen.“ Die Planungen für die erste Stufe des Rundwegs begannen bereits 2011.

Und sie verliefen nicht konfliktfrei. Damals brachte die Idee des Rundwegs den Planern Kritik der Landwirtschaft ein. Es sei Wahnsinn, Radfahrer ins Feld zu holen. Schließlich führen die Wege an Feldern entlang, die mit bis zu vier Ernten im Jahr intensiv bewirtschaftet werden. Und wenn Traktoren oder Autos entgegenkommen, kann es brenzlig werden. Da ist gegenseitige Rücksicht unabdingbar. Und noch eines muss den Radlern klar sein: Feldwege sind Feldwege, sie können auch mal schmutzig sein.

x