Rhein-Pfalz Kreis Ähnliche Wahlscheine stiften Verwirrung

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Ludwigshafen. Den gestrigen Nachmittag haben die Helfer in den Wahllokalen von Mutterstadt, Limburgerhof und Schifferstadt eher gemütlich verbracht. Die Bürger haben fast überall verstärkt die Vormittagsstunden für den Gang zur Wahlurne genutzt. Kuriose Zwischenfälle hat es nirgends gegeben. Einzig die Ähnlichkeit der Stimmzettel für die Europa- und der Gemeinde- oder Stadtratswahl sorgte ab und zu für Verwirrung.

„Der größere graue Zettel kommt hier hinein, der kleinere in die andere Urne“, ist Uwe Zürker im Rathaus von Limburgerhof einer Bürgerin behilflich. Mit dieser Unterstützung landen die fast identischen Stimmzettel in dem jeweils richtigen Behälter. Ursprünglich sei eine Mitteilung in der Verwaltung eingegangen, dass die Europawahl auf weißen Papieren getätigt werden würde. „Am Ende ist dann dieses Grau herausgekommen“, sagt Zürker lachend und blickt auf den im selben Grau gehaltenen Schein für den Gemeinderat. Allerdings hat der Rathaus-Geschäftsführer auch einen Trick parat, mit dem man die Wahlblätter unterscheiden kann: „Der EU-Schein ist an der Längsseite gefaltet und etwas größer.“ Selbst wenn die Exemplare im falschen Behälter gelandet sein sollten, werden sie spätestens beim Zählen der richtigen Abteilung zugeordnet. „Bisher hat aber alles gut geklappt. Nur einmal wollte eine Dame lediglich drei statt der abzugebenden vier Scheine einwerfen. Sie hatte versehentlich einen kleineren in einen größeren Schein gesteckt, aber da beiden dieselbe Urne zugeteilt ist, landeten sie zufällig am richtigen Ort“, berichtet Zürker. Eine Warteschlange habe es für den Bezirk 311 nur einmal gegeben. „Als das Formel-1-Rennen zu Ende war, gab es einen kleinen Stau, weil jede der fünf Kabinen besetzt war, aber sonst hat es sich gut verteilt.“ Auch in Schifferstadt verlief alles reibungslos, wie der für die Wahl zuständige Organisator Frank Allgaier mitteilte. Nur vereinzelt hätten ein paar „Wähler angerufen, weil sie ihre Wahlbenachrichtigungen nicht mehr fanden, und deshalb bei uns nachgefragt, in welchen Wahlbezirk sie müssen“, meint Allgaier. Immerhin sei es schon mal möglich, dass die Briefe mit der Wahlnachricht in der Post oder Werbung verlorengingen. „Wenn vor Ort der Ausweis vorgelegt wird, ist das aber kein Problem“, erklärt er. Die Ähnlichkeit des EU-Wahlzettels und der Scheine zur Wahl des Stadtrats sei auch den Bürgern aufgefallen. „Allerdings ist der Zettel für den Stadtrat, wenn er zusammengefaltet ist, größer und dicker“, sagt er. In Mutterstadt ist Karl Kunz gegen 16 Uhr kaum vom Telefon wegzubekommen. Unaufhörlich klingelt sein Apparat, weil ihm Mitarbeiter der Wahllokale Meldungen zur Wahlbeteiligung durchgeben. Die nötige Ruhe für die Gespräche hat der für die Organisation zuständige Kunz, denn im Rathaus herrscht Ruhe, da die meisten ihrer Bürgerpflicht schon morgens nachgekommen sind. Nur im Foyer läuft ein Fernseher, dem allerdings keiner Beachtung schenkt. Die dort aufgestellten Biergarnituren sind noch verwaist. „Da wird dann später die Wahlparty stattfinden“, erklärt Kunz und ergänzt: „Aber erst steht noch Arbeit an, denn die Stimmen müssen ja noch ausgewertet werden.“ Da klingelt auch schon wieder das Telefon ... (lai)

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