Pirmasens
Was Pirmasenser zur Social-Media-Nutzung ab 14 Jahren sagen
Mit großer Mehrheit hat sich der CDU-Bundesparteitag für eine Social-Media-Regulierung für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. Eine gesetzliche Altersgrenze von 14 Jahren für die Nutzung sozialer Netzwerke soll eingeführt und das besondere Schutzbedürfnis bis zum 16. Lebensjahr im digitalen Raum ausgestaltet werden.
Wolfgang Zimmermann findet es gut, dass Deutschland wie andere EU-Staaten nun auch ein Verbot von Social Media für Jugendliche ins Auge fasst. „TikTok, Facebook und Instagram sind für meine Begriffe keine verlässliche Informationsquelle“, sagt er. „Gerade mit KI entspricht dort vieles nicht den Fakten.“ Zimmerman sagt weiter, dass viele Jugendliche im Alter von 14 Jahren Falschmeldungen von echten Nachrichten noch nicht unterscheiden könnten. „Sie sollten solche Sachen erst nutzen, wenn sie ein bisschen reifer geworden sind und ihr Urteilsvermögen besser ist.“
Auch Udo Zimmermann plädiert dafür, dass die Altersgrenze für die Nutzung sozialer Netzwerke nach oben gesetzt wird. „Ich bin in solchen Netzwerken gar nicht aktiv und komme gut damit klar. Es wird viel Unfug damit gemacht, die Inhalte sind teilweise richtig bedenklich. Ein Verbot für Jugendliche finde ich daher richtig“, sagt Zimmermann.
Auch Felicia Funda unterstützt den Plan der CDU. „Im Internet tummeln sich viele Pädophile, die sich als Kinder oder Jugendliche ausgeben. Es gab schon mehrere Fälle, wo Mädchen oder Jungen ihnen auf den Leim gegangen sind. Das könnte man mit einem Verbot vermeiden“, sagt sie. Funda merkt außerdem an: „Das Bild, das vor allem Influencerinnen im Netz abgeben, dieses scheinbar perfekte, ist nicht gut für Mädchen. Wer nicht dieser scheinbaren Norm entspricht, fühlt sich schlecht. Das wirkt sich auf die psychische Gesundheit aus und ist gefährlich.“
Hammam Abdul Jawa findet es grundsätzlich gut, wenn sich Jugendliche im Netz über das informieren, was in der Welt vor sich geht. „Da aber nicht alles, was im Netz gemeldet wird, auch stimmt, ist es für junge Leute sehr schwierig, richtig von falsch zu unterscheiden. Es müsste noch mehr aufgeklärt werden, finde ich“, sagt Jawa.
Thorsten Schreiner sagt: „Ein Verbot bis mindestens 14 Jahre finde ich gut und richtig. Unsere Generation ist komplett anders aufgewachsen und das war super. Diese Selbstdarstellungsverpflichtungen in sozialen Netzwerken finde ich schon lange abscheulich.“ Auch in den Schulen sieht Schreiner die Nutzung digitaler Geräte kritisch: „Meiner Meinung nach werden die Kinder da viel zu früh herangeführt. Meine Kinder beispielsweise nutzen im Unterricht teilweise schon KI. Das halte ich als Vater für falsch.“
Gabriele Straube findet, das Elternhaus solle den Konsum von Social Media kontrollieren und den Nachwuchs über die Gefahren, die damit einhergehen, aufklären. „Schule kann nicht alles leisten. Die Erziehung muss im Elternhaus stattfinden, somit auch die digitale Erziehung. Ich würde es prima finden, wenn junge Menschen sich erst ab 16 Jahren bei sozialen Netzwerken anmelden dürften. Da sind viele schon ein bisschen reifer im Kopf. Deshalb finde ich den CDU-Plan vollends richtig.“