Wallhalben
Studie soll Möglichkeiten für Kita Wallhalben in früherer Regionalen Schule zeigen
Der Gemeinderat Wallhalben hat im April beschlossen, die Kindertagesstätte in einigen Jahren zusammen mit der Grundschule in das Gebäude der ehemaligen Regionalen Schule zu verlegen. Wie diese gemeinsame Nutzung konkret gestaltet werden kann, soll eine Machbarkeitsstudie zeigen, die die Ortsgemeinde in Auftrag gegeben hat.
Betrachtet werden soll jener Bereich, der für die Kita geeignet ist. Beauftragt wurde das Architekturbüro AK-Plan aus Pirmasens, das bereits im Jahr 2020 eine Machbarkeitsstudie erstellt hat. Diese hat gezeigt, dass es möglich ist, Kita und Grundschule unter einem Dach unterzubringen.
Studie für Grundschule zeigt: Es bleibt Platz frei
Im vergangenen Jahr erarbeitete das Büro im Auftrag der Verbandsgemeinde verschiedene Szenarien zur Unterbringung der Grundschule. Dabei wurde ein Raumprogramm erstellt, das 1124 Quadratmeter für die Schule vorsieht. Es zeigte sich, dass das Gebäude mit seinen zahlreichen Räumen deutlich mehr Kapazitäten bietet, als die Grundschule benötigt.
Das Gebäude wird noch bis 2028 vom Sickingen-Gymnasium aus Landstuhl genutzt. Nach dessen Auszug wäre dort reichlich Platz für die Wallhalber Bildungseinrichtungen. Die Grundschule zählt derzeit 133 Kinder, und die Schülerzahlen sollen laut Prognosen in den kommenden Jahren stabil bleiben.
Bald Bedarf für 90 Plätze
Das großzügige Raumangebot in der früheren Regionalen Schule war einer der Gründe, warum die Möglichkeit, dass auch die Wallhalber Kita einzieht, wieder verstärkt diskutiert wurde. Zudem hatten Untersuchungen gezeigt, dass ein gemeindliches Grundstück, das als Standort für einen Neubau der Kindertagesstätte in Betracht gezogen worden war, sich dafür nicht eignet.
Die aktuelle Betriebserlaubnis der Kita Wallhalben gestattet die Betreuung von 75 Kindern. In den kommenden Jahren wird jedoch ein Anstieg des Bedarfs auf mehr als 90 Plätze erwartet. Zu den Kindern aus Wallhalben kommen auch diejenigen aus den umliegenden Gemeinden Biedershausen, Hettenhausen, Knopp-Labach, Schmitshausen und vom Scharrhof, die gemäß Vereinbarungen weiterhin die Einrichtung in Wallhalben besuchen sollen. Das bisherige Gebäude der Kita ist renovierungsbedürftig, und die Fläche reicht langfristig nicht aus, um die benötigten Erweiterungen umzusetzen.
Sprengart: Entscheidung muss her
Um die Entwicklung der Kindertagesstätte zu besprechen, werden sich Vertreter der betroffenen Gemeinden am Sonntag, 18. Juni, zu Gesprächen treffen. In Schmitshausen und Knopp-Labach wurde das Thema bereits diskutiert. Dort haben die Verantwortlichen signalisiert, dass sie die vereinbarte Betreuung in Wallhalben fortsetzen möchten. Angesichts der stabilen Schülerzahlen und der Tatsache, dass diese Kinder später auch die Grundschule Wallhalben besuchen, erscheint die gemeinsame Lösung vorteilhaft. Unabhängig davon, ob sich Biedershausen und Hettenhausen für andere Lösungen entscheiden, werde das Plus an Platz zur Betreuung gebraucht, sagte Wallhalbens Ortsbürgermeister Peter Sprengart. Unabhängig davon, wie sich die Gemeinden entscheiden, müsse eine Entscheidung her. „Die Gemeinde Wallhalben ist Träger der Kindertagesstätte“, sagte der Ortsbürgermeister.
Markus Helfrich (FWG) ergänzte, dass die Machbarkeitsstudie für den Kindergartenbereich unerlässlich sei. Sie werde aufzeigen, wie groß der Raumbedarf der Kindertagesstätte ist und wie dieser im Gebäude untergebracht werden kann. Klar sei, unterstrich Sprengart, dass beide Einrichtungen – Grundschule und Kindergarten – klar zu trennen sind. Mögliche Synergieeffekte seien aber nicht ausgeschlossen.