Wallhalben RHEINPFALZ Plus Artikel Rat beschließt: Kita-Kinder und Grundschüler in die einstige Realschule plus

In der ehemaligen Realschule plus in Wallhalben werden bald auch Winzlinge spielen.
In der ehemaligen Realschule plus in Wallhalben werden bald auch Winzlinge spielen.

Das Votum aus Wallhalben ist eindeutig: Die Gemeinde möchte, dass Kita und Grundschule künftig unter einem Dach zu finden sind. Eine unendliche Geschichte findet ein Ende.

Der Wallhalber Gemeinderat hat beschlossen, einen Antrag an die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben, die Schulträger ist, zu stellen. Das Gremium möchte Kita und Grundschule im ehemaligen Gebäude der Realschule plus unterbringen. Dies offiziell zu beantragen hatte die Verbandsgemeinde zur Bedingung gemacht, um sich mit diesem Thema wieder konkret befassen zu können. Schulträgerausschuss und VG-Rat sind die Gremien, die dazu Empfehlungen abgeben und entscheiden. Der VG-Rat hatte bereits im Februar signalisiert, dieser Idee positiv gegenüberzustehen.

„Es ist eine unendliche Geschichte“, resümierte Wallhalbens Ortsbürgermeister Peter Sprengart (CDU) in der Ratssitzung. In früheren Jahren war dem Rat der Vorschlag nie zur Abstimmung vorgelegt worden. Dabei hatte es bereits 2020 eine Machbarkeitsstudie gegeben, wonach sich die beiden Einrichtungen gut gemeinsam unterbringen lassen. Und zwar so, dass den Bedürfnissen beider Nutzergruppen Rechnung getragen werden kann, ohne dass sie sich gegenseitig stören. Im Gegenteil, man könnte zum Beispiel mit Blick auf die Vorschule sicherlich voneinander profitieren, so Sprengart. Auch beim Thema Essen werde es Synergieeffekte geben.

Thema wurde 2023 begraben

Weil es unter Sprengarts Amtsvorgängerin Christine Burkhard im Rat nie eine klare Positionierung oder gar ein Votum zu diesem Thema gegeben hatte, hakte der VG-Rat die gemeinsame Unterbringung bereits 2022 ab. 2023 sprach man dann doch noch mal im Schulträgerausschuss darüber. Eine emotionale Sitzung, bestätigten Wallhalber Ratsmitglieder, die damals in anderer Funktion dabei gewesen waren. Es sei Stimmung gegen diese Lösung gemacht worden. Ausschuss und VG-Rat entschieden schließlich, dass eine gemeinsame Nutzung vom Tisch sei.

Der Wunsch vieler Eltern und Erzieher sei gewesen, einen neuen Kindergarten zu bauen, fasste Sprengart zusammen. Allerdings gibt es in der Gemeinde kein geeignetes Grundstück für dieses Vorhaben. Deshalb wurde die gemeinsame Nutzung der früheren Regionalen Schule wieder Thema. Ende Februar traf man sich in der Kreisverwaltung zur Abstimmung mit allen Betroffenen: Vertreter der Kita, der VG und – mit Ausnahme der FWG – der Ratsfraktionen, des Kreisjugend- und Kreisbauamtes sowie der Landrätin Susanne Ganster (CDU).

Umsetzung wird länger dauern

Das sei ein sehr guter Termin gewesen, waren sich Sprengart und die Mitglieder der beteiligten Fraktionen einig. Es sei genau aufgezeigt worden, welche Schwierigkeiten das Projekt beinhalte, dass sich diese Probleme aber lösen ließen und es viele Vorteile gebe, fasste Carina Ganzmann das Treffen zusammen. Vor diesem Hintergrund, ausgestattet mit den umfangreichen Informationen, die bei diesem Termin vorgelegt und ausgetauscht wurden, stimmte der Wallhalber Rat zu, die gemeinsame Lösung wieder in den Fokus zu nehmen und die VG zu bitten, gemeinsame Planungen voranzutreiben.

Das werde alles ohnehin noch dauern, meinte Sprengart. Er erwartet, dass die Kinder frühestens 2030 bis 2032 umziehen würden. Nach derzeitigem Stand wird der Landkreis Kaiserslautern die Option, das Schulgebäude für die Oberstufe des Landstuhler Sickingen-Gymnasiums zu nutzen, voll ausschöpfen. Dann werde es 2028 sein, bis das Gymnasium – in Landstuhl wird gebaut – den Ausweichort Wallhalben nicht mehr benötigt. Aber es könnten jetzt – vorausgesetzt, der VG-Rat gibt sein Okay – bei den Planungen bereits Weichen für die Bauarbeiten nach Auszug der Gymnasiasten gestellt werden.

133 Kinder besuchen aktuell die Grundschule in Wallhalben. Für die nächsten Jahre sind stabile Zahlen prognostiziert. Die Kita hat eine dauerhafte Betriebserlaubnis für die Betreuung von 75 Kindern. Aber der Bedarf an Betreuungsplätzen steigt auf mehr als 90 Plätze, wenn die Kinder aus Biedershausen, Hettenhausen, Knopp-Labach, Schmitshausen sowie die Jungen und Mädchen vom Scharrhof die Kita in Wallhalben vereinbarungsgemäß weiter besuchen. Das bisherige Gebäude ist zu klein. Zudem besteht Sanierungsbedarf. Geregelt ist der Kindergartenbesuch über eine Zweckvereinbarung zwischen den Gemeinden.

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