Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Steigende Preise: Acht Tipps, um beim Einkaufen und Kochen zu sparen

Saisonales Gemüse ist günstiger und schmeckt besser.
Saisonales Gemüse ist günstiger und schmeckt besser.

Nicht nur die Preise von Öl, Benzin und Gas steigen, auch Lebensmittel werden teurer. Wer den Einkauf gut plant, saisonales Obst und Gemüse kauft, muss weniger Geld ausgeben. Ernährungsberaterin Nina Schneider gibt acht Tipps für Sparfüchse.

1. Niemals hungrig einkaufen gehen

Ratschlag Nummer eins ist so alt wie einfach: Immer satt zum Wocheneinkauf starten. „Ein hungriger Magen ist ein schlechter Ratgeber in Sachen günstig und gesund einkaufen“, sagt Ernährungsberaterin Nina Schneider. Oft lande erfahrungsgemäß weder das, was eigentlich eingekauft werden sollte noch besonders ausgewogene Nahrung im Einkaufswagen. Laut Schneider belegen Studien, dass hungrige Menschen beim Einkauf mehr Geld ausgeben.

2. Essensplan erstellen und Liste schreiben

Jede Woche landen im Briefkasten Werbeprospekte unterschiedlicher Lebensmittelmärkte. „Nehmen Sie sich Zeit, um Preise zu vergleichen und eine entsprechende Einkaufsliste zu schreiben“, rät Schneider. Genauso hilfreich sei es, einen Plan mit Gerichten zu erstellen, die in den nächsten Tagen auf den Tisch kommen soll. „So vermeidet man unnötige Einkäufe und spart noch Zeit, weil man den Einkauf schneller geschafft hat“, sagt die Ernährungsberaterin.

3. Nach dem Rabatt-Ständer suchen

Viele Einkaufsmärkte haben mittlerweile einen Ständer, auf dem Lebensmittel reduziert angeboten werden, weil sie nicht mehr lange haltbar sind. „Vielleicht liegt dort genau das, was man sowieso einkaufen wollte“, sagt Schneider. Oft stehen diese Ständer in der Nähe der Kasse oder in den Abteilungen selbst.

4. Saisonales Obst und Gemüse kaufen

Frische Erdbeeren im Winter? Wahrscheinlich sind die nur eins: nämlich teuer. „Weder werden sie den leckeren Geschmack noch die Anzahl an Vitamine und Mineralstoffe haben, die frisch geerntete Erdbeeren im Juni haben“, erklärt Schneider. Die Gründe dafür, überwiegend saisonales Obst und Gemüse zu kaufen, seien vielfältig: Es ist nicht nur günstiger, sondern auch geschmackvoller, mit weniger Pestiziden belastet und reichhaltiger an Vitaminen und Mineralstoffen. Wer sich nicht sicher ist, was zu welcher Jahreszeit regional angebaut wird, dem rät Schneider, sich einen Saisonkalender im Internet anzuschauen.

5. Auf Vorrat einkaufen

Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Haferflocken, Dosenobst und -gemüse sowie Konserven, Hülsenfrüchte, Trockenobst, Zucker und Salz sind sehr lange haltbar. „Wenn diese im Angebot sind, gerne einige Packungen auf Vorrat kaufen“, empfiehlt Schneider. Voraussetzung dafür sei aber, einen geeigneten Platz zum Lagern zu haben.

6. Kurz vor Ladenschluss einkaufen gehen

Durch das Einkaufen kurz vor Schließung des Geschäfts sei man gezwungen, gezielter vorzugehen. „Dadurch vermeidet man unnötige Einkäufe und ist nicht so anfällig für verlockende Angebote“, berichtet die Ernährungsberaterin. Ein gutes Beispiel seien Brot und Brötchen. Einige Bäckereien verkaufen ihre letzten Backwaren mit einem Rabatt, um nichts wegwerfen zu müssen. „Einfach mal nachfragen“, rät Schneider.

7. Selbst kochen

Fertigprodukte haben nicht nur jede Menge ungesunde Inhaltsstoffe, sondern sind in den meisten Fällen teurer als eine selbst gekochte Mahlzeit. Viele Rezepte könne man mit simplen Zutaten in weniger als 15 Minuten zubereiten. „Am besten noch etwas mehr kochen, sodass es für zwei Tage reicht – das spart zusätzlich Zeit, Strom und Energie“, schlägt Schneider vor.

8. Lebensmittel retten

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Ablaufdatum. „Viele Lebensmittel sind auch danach noch genießbar“, erklärt die Ernährungsberaterin. Bevor die teuren Lebensmittel in der Abfalltonne landen, rät Schneider deshalb den Test zu machen: Riecht und schmeckt ein Nahrungsmittel normal, kann es ohne Bedenken verzehrt werden.

Zur Person: Nina Schneider

Nina Schneider ist studierte Ernährungsberaterin und erklärt Menschen aus allen Altersklassen, wie gesunde Nahrung zusammengestellt wird. Beim Pakt für Pirmasens ist sie nicht nur für das Projekt „Lecker-Schmecker-Detektive“ zuständig, bei dem Kinder spielerisch eine gesunde Ernährung kennenlernen, sondern auch für dessen Pendant „Günstig einkaufen – gesund ernähren“. Dort erläutert sie hauptsächlich Eltern, wie man beim Einkauf Geld sparen und sich gleichzeitig ausgewogen ernähren kann. Die Neuauflage des kostenlosen Kurses startet am 7. November: montags von 15.30 bis 16.30 Uhr im P11 Quartierszentrum Winzler Viertel.

Ernährungsberaterin Nina Schneider empfiehlt, vor jeder Woche einen Essensplan zu erstellen.
Ernährungsberaterin Nina Schneider empfiehlt, vor jeder Woche einen Essensplan zu erstellen.
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