Tischtennis
Oberligist Nünschweiler muss künftig mit einem Vierer- statt einem Sechserteam spielen
Unterhalb der Eliteklasse, in der es pro Team nur drei Akteure sind, wird in Deutschland von Liga zwei bis zur Kreisklasse B mal mit vier, mal mit sechs Akteuren gespielt. Auch gibt es unterschiedliche Spielsysteme, die bei verschiedensten Punktzahlen eine der Mannschaften zum Sieger erklären. Das wollte der DTTB ändern und zumindest in den oberen, überregionalen Klassen für eine gewisse Einheitlichkeit sorgen.
Was sich einfach anhört, kann aber zu Gesprächsbedarf führen. Die Herren des TTC Nünschweiler spielen derzeit mit einem Sechserteam in der Oberliga Südwest. Mit Henry Wiche gibt es einen klaren Spitzenspieler. Dahinter jedoch wird es ungemein eng, was den Spielstärkewert (QTTR-Wert) angeht. „Der QTTR-Wert ist maßgebend, danach müssen wir die Mannschaft stellen“, stellt TTC-Trainer Peter Becker fest. Dies bedeute auch, dass die Punktschwächsten aus der ersten Mannschaft in die zweite Garde abrutschen. „Wir wollen künftig mit fünf oder sechs Spielern die erste Mannschaft bilden, weil immer mal wieder Spieler beruflich nicht können“, erläutert Becker weiter. Gespräche mit den jetzigen Oberligaspielern über deren Bereitschaft, auch in der zweiten Mannschaft an die Platte zu gehen, wie es derzeit Neuzugang Marcel Dohmen tut (er soll helfen, dass diese von der Bezirksoberliga in die 2. Pfalzliga West aufsteigt), seien noch nicht geführt worden. Die soll es aber in den nächsten Wochen geben.
Werden die Pfalzligen bald mit starken Oberliga-Akteuren überschwemmt?
Becker glaubt, dass die Pfalzligen und auch die Verbandsoberliga von starken Akteuren aus den Oberligen überschwemmt werden könnten. „Es sind ja viele Oberligaspieler von der Reduzierung der Mannschaften betroffen. Die müssen sich dann zwangsläufig nach unten orientieren“, argumentiert der Trainer, der sicher ist, dass die Oberliga ab der kommenden Saison wesentlicher stärker sein wird. Becker: „Neuverpflichtungen wird es wohl eher nicht geben. Spieler auf der Spitzenposition kosten Geld.“ Und durch fehlende Veranstaltungen und Turniere seien dem Verein etliche tausend Euro durch die Lappen gegangen. Sicher sei jedoch, dass man sich um die Eigengewächse im Team besonders kümmern werde, da die dem Verein ganz sicher erhalten bleiben sollen.