Südwestpfalz / Mainz Landesregierung stellt Windkraftpläne für den Pfälzerwald zurück

Das Thema Windkraft im Pfälzerwald hat die Landesregierung bei der Fortschreibung des Landesentwicklungsplans erst einmal ausgek
Das Thema Windkraft im Pfälzerwald hat die Landesregierung bei der Fortschreibung des Landesentwicklungsplans erst einmal ausgeklammert.

Die Mainzer Landesregierung hat ihre Pläne zum Bau von Windkraftanlagen im Pfälzerwald erst mal zurückgestellt. Zumindest will sie im Rahmen der Fortschreibung des Landesentwicklungsplans das Thema ausklammern, teilte das Innenministerium am Dienstag mit. Weil das deutsche Nationalkomitee für das Unesco-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) zuletzt feststellte, dass die im Koalitionsvertrag der Mainzer Regierung genannten – örtlich unkonkreten – Pläne zum Bau von Windkraftanlagen im Pfälzerwald den Status des Biosphärenreservates gefährden, rudert die Landesregierung jetzt zurück. „Klar ist: Der Status des Unesco-Biosphärenreservates darf auf keinen Fall gefährdet werden. Alle Überlegungen erfolgen daher in enger Abstimmung mit dem nationalen MAB-Komitee, den Kommunen und der Biosphärenreservatsverwaltung. Erst wenn eine Einigung mit dem MAB-Komitee erzielt ist, können wir nächste Schritte bei den erforderlichen landesplanerischen beziehungsweise naturschutzrechtlichen Regelungen einleiten“, teilte Klimaschutzstaatssekretär Erwin Manz (Grüne) mit. Die Landesregierung hält aber daran fest, vorbelastete Stellen wie etwa das ehemalige Militärgelände Langerkopf in der Verbandsgemeinde Hauenstein als Standort für die Gewinnung erneuerbarer Energie zu prüfen.

Mit der Teilfortschreibung des LEP sollen die potenziellen Flächen für Windenergie- und Photovoltaikanlagen erweitert werden, der Pfälzerwald ist erst mal ausgeklammert. Vorgesehen ist die Senkung der Mindestabstände für Windenergieanlagen zu Siedlungsflächen. Außerdem sollen entlang von Straßen- oder Schienentrassen Gebiete für Photovoltaik-Anlagen entstehen.

Den ausführlichen Text gibt es hier.

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