Pirmasens Immer mehr Amerikaner
Am Sonntagabend endet im Niedersimter Westwallmuseum die diesjährige Saison. Mit 80 Besuchern pro Wochenende sei die Saison gut verlaufen, berichtet Schorsch Dietz, Schriftführer des Betreibervereins. Vor allem bei ausländischen Besuchern komme das Museum immer besser an, sagt Dietz.
US-Amerikaner würden immer öfter in den unterirdischen Stollen gesehen, die im Zweiten Weltkrieg als Festungswerk Gerstfeldhöhe ausgebaut werden sollten und seit der Eröffnung 1997 als Museum über den Westwall und die spätere Nutzung durch die US-Armee informieren sollen. Von der Airbase in Ramstein fänden mehr und mehr Amerikaner den Weg nach Niedersimten, berichtet Dietz. Die Zahl englischsprachiger Führungen habe zugenommen. Über Winter bleibt das Museum geschlossen und öffnet nur auf Anfrage sowie für Führungen. Die Winterzeit wollen die 23 Mitglieder des Vereins für kleinere Umbauten in der Ausstellung nutzen, erklärt Dietz. Neue Fahrzeuge und kleinere Geräte würden in die Sammlung integriert. Zudem will der Verein weiter in den Brandschutz investieren. Die Stadtverwaltung hat dem Verein diverse Auflagen gemacht, die umgesetzt werden müssen. Für die Sicherheit der Besucher werden beispielsweise Alarmknöpfe in der kilometerlangen Stollenanlage installiert, die bei Gefahr gedrückt werden können und an der Kasse einen Alarm auslösen. Ein Sponsor mache diese Investition möglich, erklärt Dietz. Die ganz große Sanierung und Umgestaltung der Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Mainzer Wissenschaftsministerium in Planung ist, werde bei weitem noch nicht angegangen. Der vom Ministerium beauftragte Historiker sei noch an der Ausarbeitung einer neuen Konzeption, so Dietz. Vorwärts geht es jedoch mit dem neuen Parkplatz vor dem Museum, der zusammen mit der Stadt angelegt werden soll. Der Stadtrat hat hier Gelder für die Planung des Parkplatzes freigegeben. Die Erweiterung des Bad Bergzabener Westwallmuseums in früheren Bunkern am Stadtrand sieht Dietz nicht als Konkurrenz für das Niedersimter Museum. „Wir unterstützen uns gegenseitig. Da gibt es keine Konkurrenz“, versichert Dietz und verweist auf die Kooperationen mit saarländischen Westwallanlagen sowie französischen Maginotfestungen. Die Museen würden sich regelmäßig austauschen wegen technischer Fragen, Ideen zur Diebstahlsicherung oder der Entfeuchtung der Bunker. Auch würden Besucher immer auf die anderen Anlagen weiter verwiesen. Öffnungszeiten Nur noch heute und morgen ist das Westwallmuseum in Niedersimten von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt sechs Euro.