Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Husterhöhe: US-Luftwaffe will 200 Millionen Euro investieren

Nach dem Aus des medizinischen Versorgungsdepots im Oktober kündigt die US-Air-Force Millionen-Investitionen auf der Husterhöhe
Nach dem Aus des medizinischen Versorgungsdepots im Oktober kündigt die US-Air-Force Millionen-Investitionen auf der Husterhöhe an.

200 Millionen Euro will die US-Luftwaffe in die Husterhöh-Kaserne investieren. Bestehende Gebäude sollen saniert, neue gebaut werden. Außerdem sollen Arbeitsplätze für Zivilbeschäftigte entstehen, die sich um die Wartung und Reparatur von Ausrüstung kümmern. Das teilte die Stadt Pirmasens am Samstag mit.

Wie die Stadt in einer Presseerklärung am Samstag mitteilte, wurden entsprechende Pläne am Freitag bekanntgegeben. Auf der Air Base Ramstein fand auf Einladung des zuständigen Kommandeurs, Brigadegeneral Josh Olson, ein Gespräch über die Zukunft der Husterhöhe-Kaserne statt. An dem Gespräch nahmen neben Führungskräften der Air Force auch der Pirmasenser Oberbürgermeister Markus Zwick, Bürgermeister Michael Maas, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rodalben, Wolfgang Denzer, sowie die beiden Landtagsabgeordneten Christof Reichert (CDU) und Steven Wink (FDP) sowie ein Vertreter des rheinland-pfälzischen Innenministeriums teil.

Die Vertreter der Air Force erklärten, das Gelände der Husterhöh-Kaserne werde dringend als „operatives Lager“ für militärische Ausrüstung benötigt. Die Air Force plane deshalb, in den nächsten Jahren in neue Gebäude und die Sanierung bestehender Immobilien über 200 Millionen Euro investieren zu wollen. Die exakte Höhe der Investitionen stehe aber noch nicht fest.

Arbeitsplätze für Hochqualifizierte

Nach Angaben der Verantwortlichen handele es sich nicht um eine reine Lagerhaltung. Auf dem Gelände solle künftig die ständige Instandsetzung, Reparatur und Aufbereitung von Ausrüstung erfolgen. Dadurch würden laut Air Force mehrere hundert neue Arbeitsplätze für zivile Beschäftigte aus der Region entstehen, darunter auch für hoch qualifiziertes Personal wie Mechaniker und Ingenieure.

Die Air Force beleuchte zurzeit das gesamte Areal. Es stehe aber noch nicht abschließend fest, ob tatsächlich die komplette Fläche für die geplante Nutzung benötigt werde. Sollte dies nicht der Fall sein, wolle man entweder weitere Nutzungen prüfen, mit denen neue zivile Arbeitsplätze entstehen könnten. Oder man prüfe alternativ, ob Teilflächen für eine zivile Nutzung freigegeben werden können, so die Verantwortlichen.

Kommunalpolitiker begrüßen Pläne

Oberbürgermeister Markus Zwick, Bürgermeister Michael Maas und Verbandsbürgermeister Denzer bedauern, dass die Flächen mit der Schließung des medizinischen Versorgungsdepots (U.S. Army Medical Material Center Europe) Anfang Oktober 2021 nicht vom Militär für eine zivile Nutzung freigegeben werden. Eigentlich hatten die Städte Pirmasens und Rodalben geplant, die Husterhöhe zum interkommunalen Gewerbegebiet zu entwickeln.

Allerdings begrüßen die kommunalen Vertreter die Pläne der Air Force, zumindest mehrere Hundert neue Arbeitsplätze auf der Husterhöhe schaffen und über 200 Millionen Euro in Gebäude investieren zu wollen. So profitiere auch die Bevölkerung und die Wirtschaft vor Ort von der militärischen Nutzung.

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