Jubiläum Hier wird die RHEINPFALZ gedruckt – ein Besuch im Druckzentrum

Jedes Exemplar wird einzeln durch die Halle transportiert.
Jedes Exemplar wird einzeln durch die Halle transportiert.

Von der Papierrolle bis zur fertigen Zeitung: Ein Besuch im Oggersheimer Druckzentrum zeigt, wie viel Technik und Logistik nötig ist, bis eine druckfrische RHEINPFALZ auf den Weg zu den Leserinnen und Lesern geschickt werden kann.

Wenn die Arbeit in der Redaktion endet, geht es im Oggersheimer Druckzentrum gerade erst los: Dort wird über Nacht aufs Papier gebracht, was tagsüber von der RHEINPFALZ-Redaktion verfasst wurde. Andruck ist für gewöhnlich um 22 Uhr. Ab diesem Moment beginnt die Rotation der großen Rollen-Offset-Maschinen. Mit einer Geschwindigkeit von elf Metern pro Sekunde schnellen dann endlose Papierbahnen durch die sechs Drucktürme.

So entstehen circa 80.000 RHEINPFALZ-Exemplare pro Stunde. Diese werden im Anschluss an Klammern quer durch die 10.000 Quadratmeter große Industriehalle bis zur Versandverteilung befördert. Dort wird die druckfrische RHEINPFALZ zwischen 22 und 2 Uhr in rund 80 Kleintransporter geladen und in der gesamten Pfalz verteilt. Wegen der weiten Strecke sind die Ausgaben der Westpfalz mit als erstes unterwegs, um rechtzeitig ausgeliefert zu werden.

Damit der enge Zeitplan eingehalten werden kann, muss alles reibungslos laufen. Einen Überblick darüber hat Gabor Balla als Leiter des Produktionsmanagements. „Die erste Station im Fertigungsprozess ist das Monatslager“, erklärt er. Dort stapeln sich bis zu 1500 Tonnen an riesigen Papierrollen. Davon werden im Jahr rund 700 Lkw-Ladungen angeliefert.

Balla betont: „Man darf nicht vergessen, dass diese 700 Lkw-Ladungen nicht nur rein gehen, sondern auch wieder raus. Zwar dann als Zeitung in kleinen Transportern, aber dahinter steckt ein großer logistischer Aufwand.“

Und der ist ohne eines nicht zu bewältigen: die dazugehörige Technik. Schon lange erfolgt der Großteil der Arbeit automatisiert. Nur das Einsetzen der Druckplatten und das Vorbereiten der Papierrollen für den Tag werden noch per Hand erledigt.

Nachdem die Papierrollen ausgepackt sind, kommen sie ins Tageslager. Von dort werden sie alle 30 Minuten, so häufig findet in etwa ein Rollenwechsel statt, automatisch an eine der Druckmaschinen geleitet.

Für den Druck selbst wird pro Zeitungsseite je eine Druckplatte für die Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz benötigt. Knapp 1000 solcher Druckplatten werden für die RHEINPFALZ täglich beschichtet. Ihr Zeitungsformat bekommen die endlosen Papierbahnen dann in drei Falzapparaten. Zuletzt werden die Beilagen des jeweiligen Tages – ebenfalls voll automatisch – in die Zeitung gelegt.

Im Anschluss kann die RHEINPFALZ druckfrisch ihren Weg zu den Leserinnen und Lesern in der gesamten Pfalz antreten. Das Druckzentrum beschäftigt knapp 120 Mitarbeitende. Gearbeitet wird an 355 Tagen im Jahr.

Die Schlosstreppen im Bau: noch ohne Stierkopf, ohne Wasserkaskaden, der pure Beton. Rechts das Volksbank-Gebäude, der damaligen

75 Jahre Lokalredaktion Pirmasens

Im Mai 1947 erschien erstmals ein Pirmasenser Lokalteil der RHEINPFALZ. Das war die Geburtsstunde der „Pirmasenser Rundschau“. Hier sehen Sie unsere Berichterstattung zum Jubiläum.

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