Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Glanzvolle Lichterfahrt quer durch Pirmasens begeistert große und kleine Zuschauer

OB Markus Zwick als „Zwickolaus“.
OB Markus Zwick als »Zwickolaus«.

Einen solchen Lichterglanz hat Pirmasens noch nicht gesehen: Am Samstagabend schlängelte sich die zweite Ausgabe der Advent-Lichterfahrt durch die Stadt und hinterließ bleibende Eindrücke beim staunenden Publikum. Das soll nun Tradition werden.

Die sogenannte Blaulichtfamilie präsentierte sich buchstäblich im besten Licht. Ein wahres Lichtermeer erhellte den Abendhimmel, als sich die Teilnehmer zunächst auf der Husterhöhe sammelten. Schon bei der ersten Auflage des Spektakels im vergangenen Jahr hatte das federführende THW (Technisches Hilfswerk) einen respektablen Zug auf die Beine stellen können. Nun, mit ausreichender Anlaufzeit, war es gelungen, 27 Fahrzeuge zu organisieren und die Teilnehmerzahl zu verdoppeln.

 

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Punkt 18 Uhr ging es los, es folgten mehr als 15 Kilometer quer durch Pirmasens. Das Ereignis hatte sich herumgesprochen: Überall waren Menschen in kleinen Gruppen am Straßenrand postiert und fieberten dem Umzug entgegen. Auch das Wetter war den Veranstaltern wohlgesonnen − gerade noch rechtzeitig war kein Regenschirm mehr nötig, um das Spektakel zu verfolgen.

Zuschauer singen voller Inbrunst mit

Ein besonders lebhaftes Publikum hatte sich an den großen Kreuzungen eingefunden. Als sich der Tross über die Zweibrücker Straße der Innenstadt näherte, strahlten an der Einmündung zur Rodalber- und Gärtnerstraße die Augen der zahlreichen Schaulustigen mit dem Lichtermeer der Hilfskräfte um die Wette. Die Einsatzfahrzeuge waren mit unzähligen Leuchtbändern, Lichterketten, Unterbodenbeleuchtung, Rentierschlitten, Schneemännern und vielen weiteren weihnachtlichen Accessoires prächtig herausgeputzt. „Last Christmas“, „Let it snow“ und weitere Weihnachts-Hits tönten aus den Lautsprechern der Wagen, und die Zaungäste sangen voller Inbrunst mit. Überall wurden die Handys gezückt, um das Schauspiel digital zu konservieren.

Nicht nur die Pirmasenser Bevölkerung stand Spalier für die Blaulicht-Helfer, aus der gesamten Region zog es Besucher nach Pirmasens auf der Suche nach Abwechslung in schwierigen Corona-Zeiten. „Wir haben davon im Internet gelesen und uns entschlossen, uns das anzusehen“, erläuterten beispielsweise zwei Familien, die aus Kaiserslautern und Heltersberg gekommen waren, um insbesondere ihren Kindern etwas vorweihnachtlichen Glanz zu bieten. Fasziniert von dem bunten Treiben zeigte sich auch Werner Schröck: „Die haben sich richtig viel Mühe gegeben, so etwas habe ich nicht erwartet. Wenn sich das noch weiter herumspricht, wird es sich sicher auch etablieren“, war sich der Pirmasenser sicher.

Ablenkung in schwerer Zeit und Zeichen der Hoffnung

Zweieinhalb Stunden schlängelte sich der Lichterzug durch die Stadt, begeisterte Groß und Klein vom Kirchberg bis zum Sommerwald. Überwältigt vom Riesenerfolg und der offen demonstrierten Unterstützung durch die Bevölkerung war auch der THW-Ortsbeauftragte Sven Böling: „Wir konnten zeigen, dass wir als Rettungskräfte für die Bürger da sind. Und zwar nicht nur in Notsituationen, sondern wir kümmern uns auch um das seelische Wohl der Menschen. Es hat gut getan, zu sehen, dass die Leute sich gefreut haben und teilweise richtig gerührt waren.“

Stolz auf die Pirmasenser Blaulichtfamilie zeigte sich Oberbürgermeister Markus Zwick, der als „Zwickolaus“ im Teleskopstapler mitfuhr und auch bei künftigen Ausgaben der Advent-Lichterfahrt mitmischen möchte. Neben dem Technischen Hilfswerk waren die Pirmasenser Feuerwehr, der Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Rote Kreuz, die Schnelleinsatzgruppe Pirmasens und auch die Polizei mit von der Partie. „Wir haben in der letzten Zeit so viel Leid erlebt“, sagte Sven Böling. „Ich denke, wir konnten ein Zeichen setzen, dass es Hoffnung gibt.“

Info

Auf rheinpfalz.de/pirmasens gibt es ein Video von der Lichterfahrt.

Große Gefährte auf Lichterfahrt: hier an der Parkbrauerei-Kreuzung.
Große Gefährte auf Lichterfahrt: hier an der Parkbrauerei-Kreuzung.
Überall wurden die Handys gezückt, um das Spektakel festzuhalten.
Überall wurden die Handys gezückt, um das Spektakel festzuhalten.
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