Pirmasens / Zweibrücken FDP: Wink und Schäfer kandidieren für den Landtag
„Ich bin froh, dass wir das relativ zeitnah machen“, sagte Steven Wink bei der Wahlkreismitgliederversammlung am Donnerstagabend. Der Kreisvorsitzende der FDP Südwestpfalz hatte die Mitglieder auf den Ständenhof zwischen Ruppertsweiler und Münchweiler eingeladen, um zu bestimmen, wer bei der Landtagswahl im März 2026 für die Liberalen ins Rennen gehen soll. Gewählt wurden zwei Bewerber: Einer für den Wahlkreis Pirmasens, der die Horebstadt sowie die Verbandsgemeinden Dahner Felsenland, Hauenstein, Rodalben und Pirmasens-Land umfasst, und einer für den Wahlkreis Zweibrücken, zu dem die Rosenstadt und die Verbandsgemeinden Thaleischweiler-Wallhalben, Waldfischbach-Burgalben und Zweibrücken-Land zählen.
Zuerst sollte der Pirmasenser Kandidat bestimmt werden. Wenig überraschend gab es nur einen Bewerber: Steven Wink. Der 40-Jährige sitzt seit 2016 für die FDP im Mainzer Landtag, seit Anfang April führt er als Vorsitzender die Fraktion der Liberalen an. Dass seine Partei derzeit in keiner guten Verfassung ist, verheimlicht er nicht, schließlich habe sich das bereits bei der Kommunalwahl 2024 bemerkbar gemacht: „Der Bundestrend hat bei uns durchgeschlagen.“ Seitdem vertritt Wink die FDP allein im Pirmasenser Stadtrat. Ob sich die Kommunalpolitik noch mit seinen neuen Aufgaben in Mainz verbinden lässt, bleibt abzuwarten.
Wieder mehr Sozial- und Gesundheitspolitik
Bei der Bundestagswahl habe es eine Zuspitzung auf ein einziges Thema gegeben, kritisiert Wink: „Der Fokus lag nur auf Wirtschaft – wir können mehr als Wirtschaft.“ Wink wolle die Wähler wieder mit mehr Sozial- und Gesundheitspolitik überzeugen. Unter anderem wolle er sich für eine bessere Gesundheitsversorgung in der Region starkmachen.
Wink wurde von den zwölf anwesenden Mitgliedern einstimmig zum Kandidaten gewählt.
Für die Wahl des Zweibrücker Kandidaten waren nur halb so viele gekommen. Das sorgte für Kritik am Austragungsort. „Wir sollten so eine Versammlung in unserem Wahlkreis machen. Wären wir in Zweibrücken oder Hornbach, wären dreimal so viele Mitglieder hier“, sagte Reinhold Hohn, der einst selbst Abgeordneter in Mainz war. Der Hornbacher nahm auch in Sachen Erfolgsaussichten kein Blatt vor den Mund: „Vor dem Hintergrund, dass unser Kandidat den Wahlkreis nicht gewinnen kann, muss man froh sein, dass es überhaupt jemand macht.“
„Müssen Einigkeit zeigen“
Vorab galt es unter den Mitgliedern als nahezu sicher, dass der Hornbacher Bürgermeister Thomas Hohn, Reinhold Hohns Sohn, diese Aufgabe übernimmt. „Ich war überrascht, dass Thomas nicht da ist“, sagte etwa Florian Winter. Erika Watson, die sich bereits 2021 um ein Mandat in Mainz beworben hatte, habe mit einer erneuten Kandidatur geliebäugelt. „Ich habe es mir überlegt und in Betracht gezogen, aber ich schlage Sebastian Schäfer vor“, sagte sie. Schäfer akzeptierte und ging als einziger Bewerber ins Rennen. Sein Credo für den Wahlkampf: „Wir müssen Einigkeit zeigen!“ Die sechs stimmberechtigten Mitglieder sprachen dem 38-jährigen Höhfröscher geschlossen ihr Vertrauen aus.