Meinung Die Personaldecke in der südwestpfälzischen SPD ist dünn
Etliche politisch interessierte Beobachter hatten damit gerechnet, dass sich Peter Spitzer mit seiner nicht von der Hand zu weisenden Popularität im Landtagswahlkampf mit CDU-Mann Christof Reichert duelliert. Stattdessen schicken die Genossen Markus Keller ins Rennen. Der Bobenthaler musste schon 2019 bei der Verbandsbürgermeisterwahl in Dahn eine Niederlage einstecken. Außerhalb des Dahner Felsenlandes ist Keller höchstens politisch sehr interessierten Bürgern ein Begriff. Wenn überhaupt. Ob er es schafft, gegen CDU-Mann Reichert zu punkten? Auf einen erfolgversprechender Listenplatz seiner Partei darf er als Neuling sicher nicht hoffen. In der Verbandsgemeinde Rodalben soll Spitzer das Rathaus verteidigen. Wie schwer das wird, weiß er selbst. Als Favorit für den Job des Verbandsbürgermeisters gilt der Rodalber Stadtbürgermeister Claus Schäfer, wenngleich er und Spitzer Fans über das eigene Parteispektrum hinaus haben.
Wenn in Pirmasens nun noch ein nahezu Unbekannter Parteivorsitzender wird, zeigt das vor allem eins: Es gibt kaum noch bekannte und vorzeigbare SPDler in der Region. Die Personaldecke der SPD in der Südwestpfalz ist äußerst dünn.

