Pirmasens
Dekan Johannes Pioth will Familienbildungsstätte erhalten
Pioth findet für die Arbeit der Einrichtung auf dem Sommerwald nur lobende Worte und bezeichnet sie als „Leutturmprojekt“ der katholischen Kirche. Die Bildungsstätte leiste seit Jahrzehnten gute Arbeit und habe eine Bedeutung weit über Pirmasens hinaus. Die Arbeit für und mit den Familien sieht der Geistliche als „wichtigen Auftrag der Kirche – gerade in der Südwestpfalz“. Das Bistum überlegt momentan, die Einrichtung zum Jahresende dicht zu machen, als Beitrag zum Sparkurs der Diözese. Aber dafür hat Pioth überhaupt kein Verständnis. Er kritisiert, dass der Spareffekt relativ gering sei und vor allem in keinerlei Verhältnis zum Nutzen der Einrichtung für die Menschen in der Südwestpfalz stehe. Pioth kann durchaus nachvollziehen, dass die Diözese sparen muss, „aber nicht an diesem Punkt“.
Seit er vor ein paar Tagen von den Schließungsplänen erfahren hat, habe er noch keine direkten Kontakt zur Bistumsleitung gehabt in dieser Angelegenheit, sagt der Pfarrer. Allerdings habe er schon einige Rückmeldungen aus den kirchlichen Gremien zu den Plänen erhalten. Die Katholiken in der Region wollen nun einen Brief nach Speyer schicken. Ein erster Entwurf liegt schon vor, sagt Pioth. Der Dekan hofft darauf, dass sich möglichst viele Unterstützer finden, damit das Schreiben auch eine gewisse Wirkung hat. Er kündigt zudem an schnellstmöglich, den Dekanatsrat einzuberufen, ein Gremium dem Katholiken aus der gesamten Südwestpfalz angehören. Neben der Familienbildungsstätte sind in der Südwestpfalz noch die Heilsbach (Schönau) und der Wallfahrtsort Maria Rosenberg (Waldfischbach-Burgalben) von den Sparplänen betroffen.
Pioth stellt sich hinter die kirchlichen Einrichtungen. Der Geistliche sagt: „Hier kommen wir als Kirche mit Menschen in Berührung und erfüllen einen sozialen Auftrag. Das ist eine Kernaufgabe von Kirche.“