Hinterweidenthal Corona-Ausbruch stellt Seniorenpark vor personelle Herausforderungen
Mehr als 40 Corona-Fälle gab es zuletzt im Seniorenpark Hinterweidenthal unter Bewohnern und Mitarbeitern. „Wir hatten zwei Jahre fast gar nichts und dann kommt es Anfang des Monats zu einem Massenimpfdurchbruch, der alle überrascht hat“, sagt Hans Jung, der Leiter und Geschäftsführer des Seniorenparks, in dem überwiegend demente Menschen betreut werden.
„Die Ursache ist uns ein völliges Rätsel“, sagt Hans Jung. Seit Beginn der Corona-Pandemie vor zwei Jahren habe das Haus eine konsequente Marschrichtung verfolgt. „Wir haben uns, so gut es ging, nach außen hin abgeschottet und den Menschen innerhalb des Hauses so viele Freiheiten wie möglich gelassen“, sagt der Leiter des Seniorenparks. In die Einrichtung kam nur noch, wer getestet war. Anfang Februar passierte es dann doch, einem positiven Test folgten weitere.
Mittlerweile sind alle Bewohner und Mitarbeiter vom Gesundheitsamt getestet worden, noch liegen nicht alle Ergebnisse der PCR-Tests vor. „Es sind deutlich über 40 Leute im Haus, die positiv sind“, berichtet er. Die hohe Anzahl Infizierter erschreckt zunächst, doch die Infektionen blieben weitgehend harmlos: „Es gab nur einen Bewohner, der schweres Fieber bekam und ins Krankenhaus musste. Es geht ihm wieder gut, er ist wieder zurück. Alle anderen haben keine oder nur ganz leichte Symptome, etwa ein Kratzen im Hals“, berichtet Jung erleichtert.
Derzeit 389 Corona-Fälle in 88 Einrichtungen
Wie Thorsten Höh, Pressesprecher des Kreises Südwestpfalz, auf RHEINPFALZ-Anfrage mitteilte, gibt es derzeit 185 Corona-Fälle in fünf Senioreneinrichtungen im Bereich des Gesundheitsamtes des Kreises Südwestpfalz. 40 Kindergärten sind derzeit ebenfalls betroffen, hier gibt es 80 Fälle. Außerdem gelten 124 Schüler an 43 Schulen als corona-positiv. Das Gesundheitsamt erfasst lediglich die positiven Corona-Testergebnisse. Ob die Infektion mit Sars-CoV-2 zur Covid-19-Erkrankung führt und wie schwer diese verläuft, ist nicht bekannt.