Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Blumen und Gärtnerbedarf: Wann zieht der Frühling ein?

Sussi Höh vom Blumenhaus Jung ist gerüstet für den Frühling, hier mit Primeln.
Sussi Höh vom Blumenhaus Jung ist gerüstet für den Frühling, hier mit Primeln.

Am 20. März beginnt der Frühling. In Gärtnereien läuft die Saison schon. Sussi Höh von Blumen Jung berichtet, wie sich Gärtner und Floristen auf den Frühling vorbereiten.

Draußen ist das Wetter noch unbeständig, drinnen hat der Frühling bereits Einzug gehalten. Vor dem Eingang steht ein mit Kreide beschriftetes Schild mit Schnörkeln: „Spring inside“. Wer die Tür öffnet, wird von Duft und Farbenpracht empfangen. „In unseren Gewächshäusern blüht schon vieles, vor allem Zwiebelblumen wie Krokusse“, sagt Sussi Höh.

Sussi Höh bereitet Osterglocken in Töpfchen für den Verkauf vor.
Sussi Höh bereitet Osterglocken in Töpfchen für den Verkauf vor.

Vor der hauseigenen Gärtnerei stehen bereits zahlreiche Zwiebelgewächse, auch die Narzissen sind deutlich gewachsen. Mit ihren leuchtend gelben Blüten gehören sie für Höh fest zum Frühling. „Narzissen sind sehr robust und vertragen niedrige Temperaturen“, erklärt sie. Zu den ersten Pflanzen, die ausgetrieben sind, zählen auch Schneeglöckchen mit weißen, glockenförmigen Blüten. „Sie stehen bei uns schon draußen, brauchen viel Erde und dürfen nicht in der prallen Sonne stehen“, so Höh.

Beliebte Frühblüher sind neben Stiefmütterchen auch Hornveilchen. Sie blühen oft von März bis in den Herbst hinein und verschönern Gärten oder Balkonkästen mit kleinen, duftenden Blüten in vielen Farben. Mitte bis Ende März sollen auch die Primeln vom Gewächshaus ins Freie umziehen.

Zehntausende Pflanzen werden vorgezogen

Für den Frühling bereitet Blumen Jung Zehntausende Pflanzen vor. Vier Gärtner kümmern sich mit geübten Handgriffen um die Bestände. Wichtig ist der Abstand zwischen den Töpfen auf den Gewächshaustischen, der während des Wachstums immer wieder angepasst werden muss. „Pro Pflanze sind rund zehn Handgriffe nötig, bis sie in den Verkauf geht. Bei der Menge ist das eine enorme Logistik“, sagt Höh.

Parallel beginnen die Vorbereitungen für die Sommerpflanzen: Töpfe werden mit Erde befüllt und mehrfach bewegt. Das Unternehmen verfügt über mehrere Gewächshäuser mit unterschiedlichen Temperaturen und Luftzirkulation. „Die Steuerung übernimmt mittlerweile ein Computer“, erklärt Höh. „Oben, in Richtung Verkauf, ist es wärmer. Dort stehen unsere subtropischen Pflanzen, etwa Palmen. Unten ist es sehr kühl, das Gewächshaus wird nicht beheizt. Dort stehen unter anderem Hornveilchen, die nur geringe Mindesttemperaturen brauchen.“

Geschäft ist wetterabhängig

Der Verkauf von Frühlingsblumen läuft bei Blumen Jung derzeit noch verhalten – das liegt laut Höh auch am grauen, trüben Februarwetter. „Manche Stammkunden möchten sich dennoch einen Farbtupfer fürs Zuhause holen und kaufen etwas fürs Gemüt“, erzählt sie.

Ein typischer „Großkampftag“ war wie jedes Jahr der Valentinstag am 14. Februar. Der nächste steht am Sonntag, 8. März, zum Internationalen Frauentag an. Dass an diesem Tag besonders viele Blumen verkauft werden, beobachtet Höh erst seit einigen Jahren. „In Osteuropa ist der Weltfrauentag fast mit dem Valentinstag vergleichbar. Das schwappt zu uns rüber. Da kommen vor allem Männer und kaufen Blumen für alle wichtigen Frauen – für Partnerinnen, Töchter oder Mütter.“

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