Februar / März Lust auf Frühling? – Ausflugstipps und erste Pfalz-Termine
Bis zum kalendarischen Frühlingsanfang am 20. März dauert es noch eine Weile. Aber Frühlingsanzeichen sind auch in der Pfalz unübersehbar. „Die ersten Rückkehrer sind angekommen“, hat die Initiative Knittelsheimer Storch bereits am 9. Februar vermeldet. Nun machen schon einige Veranstaltungen in der Region Lust auf wärmere Tage. Hier sind einige Ausflugsideen und erste Frühlingstermine in der Pfalz, in Mannheim und Schwetzingen.
Pfälzer Mandelwochen starten
Ob unter Bäumen ganz in Weiß oder in zartem Rosa – auf einen Frühlingsspaziergang freuen sich viele Menschen. Mandelbäume blühen natürlich nicht nur an der Weinstraße, hier markiert jedoch die Veranstaltung „VinoLumino“ am Samstag, 21. Februar, den Beginn der Pfälzer Mandelwochen. „Das Lichter- und Genussformat entlang der Weinstraße erfreut sich wachsender Beliebtheit – auch bei den Betrieben: Mit 27 teilnehmenden Locations beteiligen sich elf Betriebe mehr als im Vorjahr an der Veranstaltungsreihe“, teilt die Pfalz-Touristik mit (Teilnahme teils nur mit Anmeldung).
Speisen oder Getränke werden geschmacklich oder farblich dem Thema angepasst. Weingüter, Vinotheken sowie andere Gebäude leuchten. Ein Beispiel: Die Winzergenossenschaft Kallstadt lädt am Sa 21.2., 16-21 Uhr, unter dem Motto „Z’amme leuchtet rosa“ zum „Abend der offenen Tür“ ein. Kulinarik und Natur, mancherorts auch in geführten Touren, bestimmen die Pfälzer Mandeltage (bis 6. April). „Während der gesamten Mandelwochen bieten zahlreiche Restaurants spezielle Mandel-Menüs, ergänzt durch regionale Weine“, heißt es weiter. In Tourist-Informationen sind Souvenirs „rund um die rosa Blütenpracht“ erhältlich, von der „nachhaltig produzierten Mandelblütenseife“ bis hin zu „Mandelblüten-Schoppengläsern“. Ein Mandelblüten-Ticker informiert Interessenten online über den aktuellen Blütenstand.
Während die Feste wie das Mandelblütenfest in Gimmeldingen als „Hotspot“ gelten, könnte man auf dem immerhin 100 Kilometer langen Pfälzer Mandelpfad auch ein ruhigeres Plätzchen finden. „Kürzere Rundwege und gut erreichbare Strecken machen die Mandelblüte auch für Tagesgäste attraktiv. Eine klimafreundliche Anreise mit Bus und Bahn ist in vielen Orten problemlos möglich“, hebt die Pfalz-Touristik hervor. Einzelheiten gibt’s unter www.mandelbluete-pfalz.de. Nicht nur diese Blüte wird mit Spannung erwartet.
Warten auf die Kirschblüte
Im März beginnt im Japanischen Garten in Kaiserslautern die Hauptsaison. Dort stehen auch knospende Kirschbäume, deren Blüten in Nippon als Symbol für Schönheit stehen und als Zeichen des Aufbruchs, aber auch der Vergänglichkeit gelten. Das Kirschblütenfest, das in Japan eine große Tradition hat, wird in der westpfälzischen Parkanlage, hinter der ein engagierter Verein steht, aufgegriffen. Auf der Internetseite will man Interessenten auf dem Laufenden halten: www.japanischergarten.de.
Wege durch Pfälzer Streuobstwiesen
Und bald werden landauf, landab dann wieder die Obstbäume blühen. Wie diese richtig geschnitten werden, vermitteln zuvor Kurse, die etwa von Gartenbauvereinen angeboten werden; einige Termine stehen auch hier: pfaelzerwald.de/streuobstwiesen/. Der Lambrechter Streuobstweg (Info: suedlicheweinstrasse.de) oder die Büchelberger Entdeckungstour durch Wald und Streuobstwiesen (suedpfalz-tourismus.de) werden zu wahren Fotoschönheiten, sobald alles blüht.
Erste Ostereier-Ausstellungen
Kaum sind die Heringe am Aschermittwoch verspeist, hoppelt der Osterhase durch Fußgönheim. Zumindest bildlich gesehen, denn am ersten Wochenende nach Fasnacht startet dort der beliebte Ostermarkt, dessen ausgesuchtes Angebot an Kunsthandwerk in der Schlossscheune Besucher aus der ganzen Region anlockt: Sa/So 21./22.2. sowie 28.2./1.3., jeweils 11-18 Uhr. Veranstalter ist der Heimat- und Kulturkreis Fußgönheim, die Bewirtung der Gäste erfolgt im Museumsstübchen; Info: hkk-fussgoenheim.
In Kaiserslautern-Siegelbach erfreut sich die Ostereier-Ausstellung in den Westpfalz-Werkstätten (Sauerwiesen 18) großer Beliebtheit: Sa/So 7./8.3., Sa 11-18 Uhr, So bis 17 Uhr, Auskünfte gibt’s bei Bedarf per E-Mail an marianne_strasser@gmx.de.
Ein Blick über die Grenzen der Pfalz hinaus: In Schwetzingen, wenn der Schlossgarten wieder zu sattem Leben erwacht, steht Anfang März ein Wochenende im Zeichen der Ostereierkunst: auf dem Internationalen Ostereiermarkt, 7./8. März, Sa 11-18 Uhr, So bis 17 Uhr (eintrittspflichtig). Dafür reisen rund 40 Aussteller an, die im Nordzirkel des Schlosses ihre bemerkenswerten Kunstwerke aus Hühner-, Wachtel- oder Straußeneiern präsentieren.
„Die außergewöhnliche Veranstaltung ist ein wahrer Publikumsmagnet für Gäste aus ganz Europa“, so die Veranstalter. Übrigens stößt auch in Schwetzingen die Blüte der japanischen Zierkirschen, zu finden im Schlossgarten vor der Moschee, Jahr für Jahr auf großes Besucherinteresse. Das „Blühbarometer“ in Gestalt von Fotos zeigt den Vegetationsstand; Informationen, auch zu den Eintrittskosten, gibt es unter www.schloss-schwetzingen.de.
Zwei Schneeglöckchentage
Dieser Termin führt Besucher ebenfalls auf die andere Seite des Rheins: Bevor sich ganze Bäume in zunehmender Pracht zeigen werden, hat die Natur nämlich längst klein angefangen. Im Mannheimer Luisenpark ist das Schneeglöckchen Namensgeber für einen der ersten Pflanzenmärkte: Die „Schneeglöckchentage“ von 28. Februar bis 1. März sollen nicht nur „Galanthophile“, also Sammler und Kenner vieler Sorten, anlocken, sondern auch Freunde anderer Winterblumen.
In der Festhalle Baumhain sind laut Ankündigung nicht nur auf die so zart wirkende Zwiebelpflanze spezialisierte Gärtner zu Gast. Winterblühende Gehölze, Frühblüher wie Winterlinge, Narzissen oder Krokusse werden zudem feilgeboten. Dennoch: „Star bleibt natürlich das Schneeglöckchen“, beteuern die Organisatoren der Veranstaltung (Sa/So 28.2./1.3., 10-17 Uhr, Kasse bis 16 Uhr). Die Ausstellerliste, die auf der Internetseite der Parkverwaltung nachzulesen ist, weist 22 Einträge auf. Weitere Informationen unter www.luisenpark.de.
Wiedersehen mit Störchen
Sowohl in dem Mannheimer Park als auch an vielen Orten in der Pfalz sind die ersten gefiederten Frühlingsboten zu beobachten. Die Rede ist vom Weißstorch. Und fast ist schon vergessen, dass das Vorkommen dieser großen Vögel einem Wiederansiedlungsprojekt, langjährigem Engagement und der Zusammenarbeit verschiedener Akteure zu verdanken ist. „Von 1974 bis 1996 war der Storchenbestand in Rheinland-Pfalz erloschen“, haben die Mitglieder der Aktion Pfalzstorch auf ihrer Internetseite festgehalten.
Vor zwei Jahren teilte der Verein an selber Stelle mit: „Die heutige Population von Weißstörchen in Rheinland-Pfalz ist freilebend, selbstversorgend und selbstregulierend. Mit etwa 630 Storchenpaaren und über 720 flüggen Jungstörchen im Jahr 2024 steht der Weißstorchbestand auf stabilen Füßen.“
Der Verein hat seinen Sitz in Bornheim bei Landau. Im dortigen Storchenzentrum können sich Besucher über die Tiere informieren. Ab dem 18. März, so die Ankündigung, laufen auch wieder „Storchentouren“: Spaziergänge auf einer etwa zwei Kilometer langen und ebenen Strecke entlang der Nester und vorbei an „künstlerischen Besonderheiten“ des Ortes. Buchungen sind online bereits möglich: pfalzstorch.de. Exkursionen zu den Queichtalwiesen sind ebenso empfehlenswert; bei selbstständigen Erkundungen ist der Schutz von Flora und Fauna wichtig; mehr auf queichwiesen.de.
Einen vier Kilometer langen „Storchenwanderweg“ hat die südpfälzische Gemeinde Winden ausgewiesen. Der befestigte Rundweg, der am Bahnhof beginnt und endet, führt nicht nur an Informationstafeln und Spielgeräten für Kinder vorbei. Er lässt sich sogar mit Hilfe der „Actionbound“-App erkunden, wenn das Smartphone unterwegs nicht in der Tasche bleiben soll; Infos: storchenwanderweg.de.
Und auch in der Südwestpfalz ist Meister Adebar zu beobachten, etwa bei der Durchfahrt durchs Schwarzbachtal bei Rieschweiler-Mühlbach oder im Hornbachtal („Sie sind schon da“, RHEINPFALZ Zweibrücken vom 16. Februar).
Den Winter verbrennen
Wenn es schneit, freuen sich insbesondere Kinder, aber wenn der Frühling bevorsteht, muss der Schneemann weichen: Dann wird mancherorts gefeiert, Umzüge in bunten Kostümen formieren sich. Haßloch etwa lädt früh dazu ein: Am Sonntag, 8. März, wird der 37. Sommertagsumzug durch den Ortskern ziehen, um den Winter zu verabschieden; geplant ist der Start für 14 Uhr. Anschließend wird der Winter auf dem Jahnplatz verbrannt; Infos unter www.hassloch.de.
Grünstadt, um noch ein Beispiel zu nennen, feiert das Frühlingserwachen – mit dem Märzmarkt auf dem Luitpoldplatz von 6. bis 8. März. Am verkaufsoffenen Sonntag (8.3.) startet um 13 Uhr zudem der Sommertagsumzug mit bunten Bändern und Musik, Info: wf-gruenstadt.de.
Aus den Pfälzer Brauchtumsveranstaltungen nicht mehr wegzudenken ist das Hansel-Fingerhut-Spiel in Forst, ein besonderes Sommertagsspiel, das bis ins Jahr 1721 nachzuweisen ist (in diesem Jahr am Sonntag, 15. März, Beginn um 14 Uhr am nördlichen Ortseingang). Hauptfigur ist eine „Narrengestalt mit buntem Flickenkleid und geschwärztem Gesicht“, die „mit Vorliebe den Frauen zur Erinnerung einen schwarzen Kuss auf die Wange drückt“. Mehr dazu auf der Webseite unter brauchtumsverein-forst.de.
Wölfe mit gutem Appetit
Anfang oder Mitte März erweitern ganzjährig besuchbare Ausflugsziele in der Pfalz und Umgebung gern wieder ihre Öffnungszeiten. Das gilt unter anderem für den Wild- und Wanderpark Silz (Südliche Weinstraße), wo dann zudem wieder die Wolfsfütterungen zu sehen sein werden (ab 1.3., täglich Punkt 11 Uhr, das Gehege befindet sich ein paar Minuten Fußweg von der Kasse entfernt); Infos unter wildpark-silz.de.
