Hauenstein
„Aktion Afrika“ Hauenstein: Für Bildung, Gesundheit und Wasser
Schwester Genovefa, die in Voi in Kenia das Zentrum „Shelter of Hope“ aufgebaut hat, hat den Hauensteiner Verein „Aktion Afrika“ besucht. Sie informierte über ihre Arbeit und darüber, wie die Spenden aus der Pfalz verwendet werden. Der Vorsitzende der „Aktion Afrika“, Alfred Busch, übergab der 77-jährigen Ordensfrau weitere 5000 Euro. Bereits im Januar hatte der Verein 7000 Euro überwiesen. Davon wurde laut Schwester Genovefa unter anderem medizinisches Gerät finanziert: ein Orthopädiebohrer und ein Überwachungsgerät für die Vitalwerte operierter Patienten.
Der Hauensteiner Schuhunternehmer Carl-August Seibel und seine Frau Beate, die die im Jahr 2023 aufgelöste „Zigira Gesundheitshilfe Kenia“ aus Eisenberg in die „Aktion Afrika“ integriert haben, besuchten unlängst die Einrichtung in Voi. Sie konnten ihr einen hohen Standard bestätigen. „Wir sind froh, dass wir das ,Shelter of Hope’ regelmäßig unterstützen, weil es einen zentralen Baustein in der medizinischen Versorgung der Region darstellt“, sagte Busch.
Aids-Kranke werden betreut
Neben der Hilfe im Hospital leistet das Zentrum aber auch wichtige soziale Arbeit, betreut in Selbsthilfegruppen rund um Voi circa 1500 Menschen, die mit dem Aids-Virus infiziert sind, und zahlreiche Aids-Waisen. „Ein Teil unserer Spenden fließt in die Nahrungsmittelhilfe, weil das Zentrum auch eine Anlaufstelle ist für Menschen aus der Umgebung, die Not leiden“, wird aus dem Verein berichtet.
Das „Shelter of Hope“, dessen Leitung Schwester Genovefa mittlerweile in jüngere Hände gegeben hat, ist nur eines der unterstützten Projekte. „Maji Ni Uhai“ („Wasser ist Leben“) ist ein Vorhaben von Bruder Firminus Shirima, Leiter der Apostles of Jesus Aids Ministries (Ajam): In Kajiado, im Maasai-Gebiet südlich von Nairobi, soll ein Brunnen gebohrt, ein Wasserhochbehälter und ein System zur Wasserverteilung installiert werden. Kosten: rund 45.000 Euro.
Für Brunnen Zuschuss beantragt
Über „Engagement Global“, die bundesweite Beratungsstelle für entwicklungspolitisches Engagement, wurde Kontakt zu den Schmitz-Stiftungen aufgebaut. „Die einer Förderung vorgeschaltete ,Trägerprüfung’ haben wir erfolgreich bestanden“, verlautet es aus dem Verein, der nun einen Förderantrag stellen kann. Wird diesem zugestimmt, wird das Vorhaben mit bis zu 75 Prozent bezuschusst. Ein Viertel der Gesamtkosten – also etwas mehr als 11.000 Euro – müsste dann der Hauensteiner Verein tragen. Bis aber über den Antrag entschieden ist, werden noch Monate vergehen, in denen die Partner des Vereins auch weiterhin auf Unterstützung aus Hauenstein hoffen.
Weitere Projekte brauchen Hilfe
So hat beispielsweise Schwester Salome angefragt, ob die Hauensteiner ihrer „Dominic Foundation“ dabei helfen könnten, an der St. Mary School in Kolongolo einen weiteren Unterrichtssaal anzubauen. Auch im Tengeru-Projekt von Bruder Anselm Tarimo in Tansania werden Mittel für eine Schule benötigt. Neue Säle konnten bereits im Januar an der Magomani-Schule in Ukunda/Kenia bezogen werden. Sie waren mithilfe des Rotary-Clubs Landau errichtet und von der „Aktion Afrika“ mit Mobiliar ausgestattet worden.
Für zahlreiche Kinder und Jugendliche, die von der „Dominic Foundation“, im Tengeru-Projekt und im Projekt Moi in Uganda betreut werden, finanziert der Hauensteiner Verein Stipendien, die den Schulbesuch oder die berufliche Ausbildung ermöglichen. Die Not ist groß: „Im Wochentakt erreichen uns neue Hilferufe von unseren Partnern in Kenia und Tansania“, berichtet Alfred Busch. „Gott sei Dank versetzen uns viele treue Spender in die Lage, unsere Partner unterstützen zu können.“
Spendenkonto
„Aktion Afrika“, Volksbank Südliche Weinstraße – Wasgau, Iban DE86 5489 1300 0071 8473 06
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