Otterstadt Zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag: Mahnung und Werbung für Frieden zugleich
Bei der zentralen Gedenkfeier des Landes und des Rhein-Pfalz-Kreises zum Volkstrauertag am Sonntag in Otterstadt haben rund 150 Gäste den unzähligen Opfern von Kriegen und Gewaltherrschaft gedacht – nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart. Otterstadts Ortsbürgermeister Theo Böhm (CDU) beschrieb, welches Leid Krieg in der Bevölkerung anrichte. Er warb dafür, die Vergangenheit nicht zu vergessen und machte deutlich, dass jeder Mensch Verantwortung für Frieden in der Gesellschaft trage. Grundlage dafür sei, sich gegenseitig zuzuhören und Konflikte friedlich zu lösen. Landrat Clemens Körner (CDU) wünschte jedem Menschen Kraft, um dieser Herausforderung mit Mut und Menschlichkeit zu begegnen. „Nie wieder Krieg“ sei etwas, an dem wir alle arbeiten müssten, sagte Martin Haller, SPD-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Bundeswehr-Oberst Stefan Weber vom Landeskommando Rheinland-Pfalz rief in Erinnerung, dass Gewalt nicht nur im Krieg vorkomme, sondern unter anderem auch Teil von Terrorismus und politischer Verfolgung sei.
Zur zentralen Gedenkveranstaltung des Landes war auch Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) angekündigt. Er musste sein Kommen allerdings krankheitsbedingt absagen.