Landau Verendete Tauben aus Bahngebäude geborgen
Aus dem Stellwerkgebäude an der Horstbrücke in Landau sind am Samstag Tauben befreit worden, mehrere Tiere konnten nur noch verendet geborgen worden. Das teilt die Polizei mit. Eine Tierschützerin habe gemeldet, dass dort Tauben eingesperrt seien und nicht mehr eigenständig herauskämen. Auch seien die Tiere in einem katastrophalen Zustand. Wie berichtet, wurde in der vergangenen Woche ein Netz über das seit vielen Jahren leerstehende Haus gezogen, mit der Folge, dass darin lebende Tauben nicht mehr nach draußen kamen. Die Deutsche Bahn (DB), nach eigenen Angaben Eigentümerin des Gebäudes, teilte auf RHEINPFALZ-Anfrage mit, das Dach habe gesichert werden müssen. Vor dem Verschluss des Gebäudes habe man geprüft, dass sich keine Tauben im Gebäude befinden.
Das glaubt Sandra Manier, zweite Vorsitzende des Vereins Ehrenamtliche Wildvogelhilfe, nicht. „Ich bezweifle stark, dass die Räume durchsucht wurden, bevor abgedichtet wurde“, sagt die Rohrbacherin am Sonntag, nachdem sie tags zuvor in Landau vor Ort war. Im Nachgang zur RHEINPFALZ-Berichterstattung sei sie zu dem alten Stellwerk gefahren, um sich die Sache anzuschauen. Was sie vorfand, sei schrecklich gewesen. „Ich habe direkt mehrere tote Tauben und auch völlig abgemagerte, flugunfähige Tiere entdeckt. Deshalb habe ich die Polizei gerufen.“
Um die gefangenen Tauben zu befreien, riefen die Beamten die Feuerwehr hinzu. Im Einsatz waren laut dem Landauer Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Dirk Hargesheimer zwölf Feuerwehrkräfte. Sie öffneten das Netz, woraufhin einige Tauben in die Freiheit fliegen konnten. Manier spricht von „einigen wenigen Tieren“, die gerettet werden konnten. „Wir haben rund 20 verendete Tauben gefunden.“ Die Tierschützerin kündigt an, dass ihr Verein gemeinsam mit der Taubenhilfe Landau Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstatten werde.