Corona-Krise Pfälzer Kreis Spitzenreiter bei landesweiter Inzidenz

Landau hat eine Inzidenz von knapp 180, liegt aber nach wie vor in Warnstufe 1.
Landau hat eine Inzidenz von knapp 180, liegt aber nach wie vor in Warnstufe 1.

Für das Land Rheinland-Pfalz meldet das Landesuntersuchungsamt (LUA) am Donnerstag 1257 neue laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) seit Mittwoch. Damit steigt die Anzahl der bisher bekannt gewordenen Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 197.742 landesweit. Drei weitere Menschen sind laut den LUA-Daten im Zusammenhang mit einer Infektion seit Mittwoch als verstorben gemeldet worden, das sind 4114 seit Februar 2020. Die Anzahl der akuten Infektionen gibt das LUA mit 10.577 an. 10.998 Personen seien seit Beginn der Pandemie ins Krankenhaus gebracht worden. 182.051 Personen gelten als von der Infektion genesen.

Für die Pfalz wurden 525 neue Infektionen gemeldet. Die Anzahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle liegt damit für die Pfalz bei 72.485. Die Anzahl der Todesfälle in der Pfalz ist um eine Person nach unten korrigiert worden. Nur noch 1723 Menschen wurden damit seit Februar 2020 in der Pfalz als verstorben registriert. 66.533 Personen gelten als genesen. Akute Fälle gibt es derzeit 4229 in der Pfalz, 4116 Menschen wurden seit Beginn der Pandemie ins Krankenhaus gebracht.

Leitindikator 1: Sieben-Tage-Inzidenz

Die Sieben-Tage-Inzidenz – die Anzahl der neu bestätigten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen – ist von Mittwoch auf Dienstag gestiegen und liegt nun bei 103,1 (Vortag: 92). Eine landesweite Inzidenz über 100 gab es zuletzt kurzzeitig Anfang September und davor Anfang Mai. Seit der Einführung des Warnstufen-Systems werden Angehörige der US-Streitkräfte, die in der Pfalz wohnen, in die Berechnung mit einbezogen. Die landesweit meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gab es am Donnerstag im Kreis Germersheim (180,6) und der Stadt Landau (179,9). [Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version war noch die Rede davon, dass Landau Spitzenreiter sei. Dies wurde korrigiert] Danach folgen Cochem-Zell (146,1) sowie dder Rhein-Pfalz-Kreis (138,3) und der Kreis Rhein-Hunsrück (138,3). Am niedrigsten war die Sieben-Tage-Inzidenz mit 39,2 im Kreis Kusel.

Leitindikator 2: Hospitalisierungsinzidenz

Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz – also die Krankenhausfälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – steigt auf 2,7 (Vortag: 2,4). Für die Warnstufen-Einordnung einzelner Kreise und Städte ist der Wert des zugehörigen Versorgungsgebiets maßgebend. Im Versorgungsgebiet Westpfalz (Donnersbergkreis, Kaiserslautern, Kusel, Pirmasens, Südwestpfalz, Zweibrücken) sinkt die Hospitalisierungsinzidenz am Donnerstag leicht auf 1,5; im Versorgungsgebiet Rheinpfalz (Bad Dürkheim, Neustadt, Landau, Südliche Weinstraße, Frankenthal, Rhein-Pfalz-Kreis, Ludwigshafen, Germersheim, Speyer) steigt der Wert von 2,2 auf 3,1.

Leitindikator 3: Belegung Intensivbetten

Von den in Rheinland-Pfalz verfügbaren Betten auf Intensivstationen waren am Mittwoch laut den offiziellen Daten 4,89 Prozent mit Covid-19-Patienten belegt (Vortag: 4,83 Prozent).

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Hinweise:

Quelle: Die aktuellen Corona-Zahlen werden jeden Tag vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium aktualisiert und bereitgestellt. Auf dieser Grundlage aktualisiert die Redaktion täglich die Corona-Karten für die Pfalz. Wie das Ministerium auf seiner Internetseite informiert, entsprechen die Zahlen den laborbestätigten Fällen einer COVID-19 Erkrankung mit Meldeadresse in Rheinland-Pfalz, die über die Meldesoftware des Robert Koch-Instituts (RKI) gesammelt werden. Die Fälle in Rheinland-Pfalz werden von den jeweiligen Gesundheitsämtern über die Landesmeldestelle beim Landesuntersuchungsamt an das Robert Koch-Institut übermittelt. Die Zahlen beinhalten keine Schätzung der Dunkelziffer (nicht erkannte oder bestätigte Corona-Fälle).

Zahlen-Schwankungen: Hin und wieder kommt es laut der Pressestelle des Gesundheitsministeriums vor, dass die Gesundheitsämter Zahlen vom Vortag korrigieren müssen, weil eine Person zunächst einer falschen Stadt oder einem falschen Landkreis zugeordnet war. Deswegen kann es passieren, dass eine bestimmte Zahl niedriger als am Vortag ist. Auch am Wochenende werden nicht immer alle aktuellen Fallzahlen gemeldet. Desweiteren können die Angaben der Gesundheitsämter und die des LUA im Laufe eines Tages voneinander abweichen, weil unterschiedliche Datenbestände und Zeiträume betrachtet werden.

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