Berlin Norwegische Teenager-Komödie gewinnt Goldenen Bären
Bei der 75. Berlinale hat überraschend der norwegische Jugendfilm „Drømmer“ („Oslo-Stories: Träume“) den Goldenen Bären gewonnen.
Der Film von Dag Johan Haugerud ist bei den Kritikern als eher als leichte Kost keineswegs zum Favoritenkreis gezählt worden. Er erzählt von einer 17-jährigen, die sich unglücklich in ihre Lehrerin verliebt – und davon, wie ihre Mutter und Großmutter darauf reagieren.
Der zweite Hauptpreis, der Große Preis der Jury, ging verdient an das brasilianische Roadmovie „O último azul“ („The Blue Trail“) von Gabriel Mascaro: eine wunderschöne Geschichte über die späte Emanzipation einer 77-Jährigen. Den dritten Hauptpreis, der Preis der Jury, hat ebenfalls völlig zu Recht der in Argentinien spielende Film „El mensaje“ („The Message“) von Iván Fund gewonnen. Er porträtiert eine Großmutter und ihre Enkelin, die vielleicht mit Tieren sprechen kann.
Weibliche Perspektiven
Alle drei Filme stellen damit weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt, obwohl alle drei von Männern gedreht sind. Der Schauspielpreis, der nicht mehr auf zwei Geschlechter aufgeteilt ist, ging an eine Frau: Rose Byrne wurde für ihre Rolle als überforderte Mutter in „If I Had Legs I'd Kick You“ geehrt. Den Bär für die beste Nebenrolle erhielt Andrew Scott für „Blue Moon“ von Richard Linklater: Der Ire spielt darin den Musical-Komponisten Richard Rogers.
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Der von vielen als Favorit gehandelte ukrainische Wettbewerbsfilm „Timestamp“ über Schulen und engagierte Lehrer in der Ukraine ging dagegen leer aus.
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