Kirchheim Nach Unfall mit drei Toten: Warten auf das Gutachten
Ein Jahr nach dem schweren Verkehrsunfall auf der Landstraße zwischen Kirchheim und Weisenheim am Berg liegt das Gutachten zur Unfallursache immer noch nicht vor.
Bei dem Unfall sind am 19. September 2020 zwei junge Frauen und ein Kleinkind ums Leben gekommen, nachdem ein Jaguar-Fahrer mit dem Mitsubishi zusammenstieß, in dem sie saßen. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal ermittelt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung gegen den damals 28-Jährigen aus dem Kreis Bergstraße. Um herauszufinden, wie es zu dem schweren Unfall kommen konnte, ist sie auf ein Gutachten angewiesen.
„Es liegt noch nicht vor. Aber wir rechnen damit, dass es im Laufe des Monats eingeht“, informierte der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber am Donnerstag. Für das Gutachten musste das Steuergerät ausgewertet werden, auf dem die technischen Daten des Jaguars gespeichert sind. Die Ergebnisse lagen erst im Sommer vor, weil sich der britische Automobilkonzern Jaguar zunächst nicht kooperativ zeigte.
Wenn der Abschlussbericht steht, bekomme der Beschuldigte Akteneinsicht und Gelegenheit zur Stellungnahme, sagt Ströber. Danach entscheide die Staatsanwaltschaft aufgrund der vorliegenden Ergebnisse, ob sie das Verfahren einstellt oder Anklage erhebt. Das Gutachten liefert dafür wichtige Erkenntnisse: In ihm soll unter anderem geklärt werden, ob der Fahrer zu schnell war.


