Pfalz-Ticker Menschenaufläufe in Innenstädten und an Badeseen

In Kaiserslautern auf dem Martinsplatz tummelten sich an den vergangenen Wochenenden viele Menschen.
In Kaiserslautern auf dem Martinsplatz tummelten sich an den vergangenen Wochenenden viele Menschen.

Viele Naherholungsgebiete in Rheinland-Pfalz sind seit den Corona-Lockerungen sehr beliebt. Es geht dabei etwa um volle Badestrände und Getümmel in Biergärten. Die Sorglosigkeit nehme rapide zu, fürchten Experten. „Aktuell müssen wir leider feststellen, dass sich immer weniger Menschen an die notwendigen Regeln halten“, sagte eine Sprecherin der Stadt Kaiserslautern auf RHEINPFALZ-Anfrage. Sei Alkohol im Spiel, verstärke sich das noch. „Darüber hinaus füllen sich mit Schließung der Außengastronomie die öffentlichen Flächen regelmäßig schlagartig.“ In Kaiserslautern drängten sich an den vergangenen Wochenenden die Menschen dicht an dicht in der Steinstraße und auf dem Martinsplatz. Da die Sperrzeit aufgehoben sei, hofften viele auf einen Platz in einer Kneipe und warteten in unmittelbarer Nähe. Als die Sperrzeit in Kraft gewesen sei, habe sich die Menge in der Innenstadt gegen 1 Uhr morgens aufgelöst. „Aktuell geht dieses Treiben bis circa 3 Uhr weiter.“

An Wochenenden und am Abend gebe es eine gemeinsame Streife von Polizei, US-Security Police und des Kommunalen Vollzugsdienstes in der Altstadt. Das sei zwar schon vor der Pandemie so gewesen. Aber inzwischen müssten die Streifen verstärkt durchgreifen. „Es finden mehr Kontrollen statt“, sagt die Stadt-Sprecherin. „Auch müssen mehr Platzverweise erteilt werden.“

In Koblenz hatte die Stadt laut Medienberichten vorübergehend für das Deutsche Eck ein Alkoholverbot erlassen. In der Verbandsgemeinde Eich (Kreis Alzey-Worms) sei der Andrang an der Badestelle Gimbsheimer Pfarrwiesensee zeitweise so groß, dass seit Anfang Juli ein Sicherheitsdienst dort eingesetzt werde. Zum Silbersee bei Bobenheim-Roxheim und zum Nachtweideweiher bei Lambsheim kamen am vergangenen Sonntag so viele Menschen, dass die Ordnungsbehörden die Naherholungsgebiete sperren mussten: Man kam nur noch raus, aber nicht mehr rein. Die Situation an den Badeseen in den Verbandsgemeinden Rheinauen und Römerberg-Dudenhofen war entspannter. Allerdings hatte sich etwa die Parksituation in der Nähe des Lingenfelder Ufers am Wochenende als kritisch erwiesen.

Nachdem es in der Nacht zum vergangenen Samstag während einer Polizeikontrolle am Karlsruher Schlossplatz zu einem Gruppenzusammenschluss und aggressiver Stimmung gegen Polizisten gekommen war, bereiten sich Stadtverwaltung und Polizei auf die Nächte am Wochenende vor.

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