Rheinland-Pfalz Linkspartei: Ulrich gewinnt Duell um Spitzenkandidatur knapp
Die rheinland-pfälzische Linkspartei geht erneut mit Alexander Ulrich (49) aus Reichenbach-Steegen (Landkreis Kaiserslautern) in die Bundestagswahl im Herbst 2021. Auf der Vertreterversammlung am Sonntag in Kaiserslautern erhielt er 53,1 Prozent der Stimmen der 128 Delegierten. Knapp setzte er sich gegen Tupac Orellana (34) aus Mainz durch, der 45,3 Prozent erhielt. Beide sind Gewerkschaftssekretäre, Ulrich bei der IG Metall, Orellana bei Verdi. Beide haben sich in ihrer Bewerbung gegen einen Verbleib Deutschlands in der Nato ausgesprochen, gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und gegen eine Regierungsbeteiligung mit SPD und Grünen. Ulrich, der seit 2005 im Bundestag sitzt, forderte zudem die Schließung der Airbase Ramstein und er verteidigte den Einsatz von Bundesmitteln für das Batteriewerk am Opelstandort Kaiserslautern.
Zuvor hatte der Gastredner, Dietmar Bartsch, Fraktionschef der Linken-Bundestagsfraktion, eine Bereitschaft für eine Regierungsbeteiligung gefordert. „Wir können Veränderungen durchsetzen ohne SPD und Grüne zu schonen. Ich will die Union aus der Verantwortung rausdrängen.“
