Speyer / Otterstadt Kasernen-Flächen: Otterstadt sagt nein zum Kauf und will, dass Speyer entwickelt
Seit fünf Jahren planen die Stadt Speyer und die Ortsgemeinde Otterstadt, gemeinsam Teile der ehemaligen Kurpfalzkaserne zu einem Wohn- und Gewerbegebiet zu entwickeln. Jetzt hat eine Mehrheit im Ortsgemeinderat Otterstadt entschieden, aus dem Projekt, das mal den Namen „Pionier Quartier“ trug, auszusteigen. Die Gemeinde will die Flächen auf ihrer Gemarkung, die noch im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) sind, nicht kaufen. Am Mittwochabend wurde das in der Sitzung im Otterstadter Rathaus, bei der auch Speyers Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung Robin Nolasco und Stadtplanerin Sabrina Georgi anwesend waren, mit dem finanziellen Risiko für die Ortsgemeinde begründet. In Otterstadt hofft man jetzt, dass die Stadt Speyer nicht nur ihre Kasernenflächen kauft, sondern auch die auf Otterstadter Gemarkung und sie zum Gewerbegebiet entwickelt. Die Gewerbesteuer würde dann in die Otterstadter Gemeindekasse fließen, gleichzeitig hätte das Dorf kein finanzielles Risiko, hieß es. Auf den Speyerer Flächen der Kaserne soll ein „lebendiges Wohnquartier“ entstehen, auf Otterstadter Gemarkung sollte sich Gewerbe ansiedeln. Die Stadt Speyer hat auf RHEINPFALZ-Anfrage für die kommenden Tage eine Stellungnahme zur Otterstadter Entscheidung und zur weiteren Vorgehensweise angekündigt.
Einen ausführlichen Bericht, wie die Entscheidung in Otterstadt begründet wird, lesen Sie hier.