Bad Dürkheim / Speyer Gefälschtes Impfzertifikat: Verfahren endet mit Vergleich
Ein 35-Jähriger aus der Verbandsgemeinde Wachenheim soll im Oktober 2021 ein gefälschtes Zertifikat für eine Covid-19-Impfung ausgestellt und dafür 200 Euro kassiert haben. Dafür und für den Diebstahl von Rezeptformularen aus der Notaufnahme des Speyerer Diakonissen-Krankenhauses musste er sich nun vor dem Amtsgericht Bad Dürkheim verantworten.
Der 35-Jährige habe die Blankorezepte in der Notaufnahme gestempelt und dann gestohlen, heißt es in der Anklage. Sein Mandant bestreite den Vorwurf, teilte Rechtsanwalt Sebastian Göthlich mit. Bei dem Verkauf des EU-Covid-19-Zertifikats sei der Angeklagte nur der Vermittler gewesen, so Göthlich. Sein Mandant habe damals einen Mann gekannt, der solche Zertifikate illegal erstellt hat. Der habe die 200 Euro bekommen, sein Mandant habe für die Vermittlung kein Geld erhalten. Der Käufer des Zertifikats sollte als Zeuge aussagen, kam aber nicht.
Schließlich einigten sich Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf einen Vergleich. Wie der aussieht, steht in unserem ausführlichen Bericht.