Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Festival: „Jazz im Park“ im Ebertpark

Der Ebertpark dient als Konzertkulisse.
Der Ebertpark dient als Konzertkulisse.

Es gibt wieder ein neues Jazzfestival in der Region. „Jazz im Park“ feiert am Donnerstag, 4. Juni, seine Premiere im Ebertpark.

Als Andreas Ziegle im vergangenen Jahr seine Stelle als Kultur-Eventmanager im Turmrestaurant des Ebertparks antrat, entstand beim Blick auf die Orangerie eine Idee: Warum nicht wieder ein Jazzfestival nach Ludwigshafen holen? Aus diesem Gedanken entwickelte sich die Initiative „Jazz-Festival Ludwigshafen“. „Es gab keinen besonderen Anlass, es jetzt zu tun – außer, dass wir es machen wollten“, sagt Ziegle. Gemeinsam mit Musikern und Jazzliebhabern aus der Region, darunter Tobias Frohnhöfer, Regina Litvinova, Olaf Schönborn, Martin Scheuber, Pascal Ziegle und Andreas Ziegle selbst, entstand innerhalb weniger Monate ein neues Festivalformat, das künftig regelmäßig stattfinden soll. Ob jährlich oder im Zwei-Jahres-Rhythmus, sei derzeit noch offen.

An Tradition anknüpfen

Anknüpfen möchten die Initiatoren dabei an eine Tradition, die viele Jazzfreunde in Ludwigshafen noch kennen. Ziegle erinnert an die inzwischen eingestellte Reihe „Jazz am Rhein“, die einst vom Schlagzeuger Christian Scheuber ins Leben gerufen wurde. „Somit war für mich klar, aufbauend auf dieser Tradition wieder etwas in Ludwigshafen auf den Weg zu bringen“, sagt er.

Dass die Wahl auf die Orangerie im Ebertpark fiel, hat mehrere Gründe. Zum einen habe ihn die besondere Atmosphäre des Areals inspiriert, zum anderen passe der öffentliche Charakter des Parks zum Konzept. „Der Ebertpark hat eine lange demokratische Tradition“, sagt Ziegle. Für viele Menschen sei er ein Ort der Erinnerungen, der Erholung, aber auch der Begegnung und Kultur. Hinzu komme die unmittelbare Nachbarschaft zum Turmrestaurant als Kooperationspartner.

Die Veranstalter wollen den Jazz bewusst aus klassischen Konzertsälen herausholen und einem breiten Publikum zugänglich machen. „Wir möchten mit diesem Format dem Jazz mehr Raum geben“, sagt Ziegle. Eingefleischte Fans sollen ebenso angesprochen werden wie Menschen, die bislang nur wenige Berührungspunkte mit dem Genre hatten.

Internationale Mischung geplant

Geplant sei langfristig eine Mischung aus internationalen und nationalen Künstlern, regionalen Musikern, Nachwuchstalenten, Quereinsteigern und experimentellen Projekten. Das spiegelt bereits das Programm der Premiere wider. Den Auftakt macht um 18 Uhr das Projekt „Celebrating John Coltrane at 100“. Anlass ist der 100. Geburtstag der amerikanischen Jazzlegende John Coltrane. Zu hören ist ein multinational besetztes Quartett um den renommierten US-Schlagzeuger Adam Nussbaum, der unter anderem mit Michael Brecker, Stan Getz, Gil Evans und John Scofield gearbeitet hat. Mit dabei sind außerdem der britische Saxophonist Charlie Rees, die in Ludwigshafen lebende Pianistin Regina Litvinova und der deutsche Bassist Niklas Lukassen.

Multimediales Konzerterlebnis

Nach einer Pause folgt mit „Hyperbloom“ ein Kontrastprogramm. Die Mannheimer Pianistin und Künstlerin Juliana Saib verbindet dabei Modern Jazz mit Live-Visuals und animierten Zeichnungen. Gemeinsam mit Trompeter Marko Mebus, Kontrabassist Matis Regnault und Schlagzeuger Tobias Frohnhöfer entsteht ein multimediales Konzerterlebnis zwischen Jazz, Impressionismus und visueller Kunst. Die Premiere soll nach dem Willen der Initiatoren jedoch mehr sein als ein einzelner Konzertabend. Langfristig sehen sie „Jazz im Park“ als feste Bereicherung der regionalen Kulturlandschaft.

Termin

„Jazz im Park“ findet am Donnerstag, 4. Juni, im Ebertpark statt. Beginn ist um 17 Uhr mit einem „Come Together“, die Konzerte starten um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Tobias Frohnhöfer
Tobias Frohnhöfer
Marko Mebus
Marko Mebus
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