Corona-Statistik Fünf Neuinfektionen in der Pfalz am Samstag

Im Kreis Germersheim gab es in den vergangenen sieben Tagen 29 neue Fälle pro 100.000 Einwohner.
Im Kreis Germersheim gab es in den vergangenen sieben Tagen 29 neue Fälle pro 100.000 Einwohner.

Die Anzahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist am Samstag um acht auf 7072 angestiegen. In der Pfalz wurden davon fünf Infektionen registriert. Demnach meldete Ludwigshafen drei neue Fälle sowie Kaiserslautern und Speyer jeweils eine Neuinfektion. Die Zahl der Todesfälle blieb im Vergleich zum Vortag unverändert bei 235, wie das Gesundheitsministerium am Samstag in Mainz mitteilte (Stand 10 Uhr). Aktuell sind den Angaben zufolge 202 Menschen im Bundesland mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert - und damit vier weniger als am Vortag. Das Ministerium berichtete von 6635 Genesenen im Land.

Der Anstieg ist geringer als zuvor, von Donnerstag auf Freitag hatte er 36 betragen. Die Zahl der Infektionen war in dieser Woche bis Freitag so stark gestiegen wie zuletzt im Mai. Als Hauptursache gilt ein räumlich begrenzter „Hotspot“ im Landkreis Germersheim.

Schwelle für Beschränkungen bei 50 Fällen

In diesem südpfälzischen Kreis gab es in den vergangenen sieben Tagen 29 neue Fälle pro 100.000 Einwohner. Die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für neue Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei 50 Fällen. Der Anstieg wird auf Infektionen im Umkreis der Freien Evangeliums-Christen-Gemeinde in Schwegenheim zurückgeführt, einer bundesweit vertretenen Glaubensgemeinschaft (BFECG).

Quelle

Die aktuellen Corona-Zahlen werden jeden Tag vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium aktualisiert und bereitgestellt. Auf dieser Grundlage aktualisiert die Redaktion täglich die Corona-Karten für die Pfalz. Wie das Ministerium auf seiner Internetseite informiert, entsprechen die Zahlen den laborbestätigten Fällen einer COVID-19 Erkrankung mit Meldeadresse in Rheinland-Pfalz, die über die Meldesoftware des Robert Koch-Instituts (RKI) gesammelt werden. Die Fälle in Rheinland-Pfalz werden von den jeweiligen Gesundheitsämtern über die Landesmeldestelle beim Landesuntersuchungsamt an das Robert Koch-Institut übermittelt. Die Zahlen beinhalten keine Schätzung der Dunkelziffer (nicht erkannte oder bestätigte Corona-Fälle).

Zahlen-Schwankungen

Hin und wieder kommt es laut der Pressestelle des Gesundheitsministeriums vor, dass die Gesundheitsämter Zahlen vom Vortag korrigieren müssen, weil eine Person zunächst einer falschen Stadt oder einem falschen Landkreis zugeordnet war. Deswegen kann es passieren, dass eine bestimmte Zahl niedriger als am Vortag ist. Auch am Wochenende werden nicht immer alle aktuellen Fallzahlen gemeldet.

Neue Test-Strategie

Am 13. Mai 2020 hat die rheinland-pfälzische Landesregierung eine veränderte Test-Strategie angekündigt, wenn es darum geht, wer in Zukunft getestet wird. Inwiefern sich diese Umstellung der Teststrategie auf die veröffentlichten Zahlen auswirkt, ist noch unklar.