Energie Erdwärme-Projekt für BASF, Ludwigshafen und Frankenthal

Dampf ist ein wichtiger Energieträger für das BASF-Stammwerk in Ludwighsafen. Er könnte klimafreundlich mit Erdwärme erzeugt wer
Dampf ist ein wichtiger Energieträger für das BASF-Stammwerk in Ludwighsafen. Er könnte klimafreundlich mit Erdwärme erzeugt werden, was Hunderttausende Tonnen CO2-Emmission pro Jahr vermeiden würde.

Die BASF und Vulcan Energy prüfen gemeinsam den Einsatz von Erdwärme, um den Standort Ludwigshafen des Chemiekonzerns mit erneuerbarer Energie zur Dampferzeugung zu versorgen. Vulcan ist ein Spezialist für Tiefengeothermie und Lithiumgewinnung. Nach Angaben dieses Unternehmens befindet sich im Oberrheingraben zwischen Basel und Frankfurt die größte Lithium- und Geothermieressource in Europa. Wie beide Unternehmen am Mittwoch weiter mitteilten, beteiligen sich auch die Städte Frankenthal und Ludwigshafen in einem ersten Schritt an der notwendigen seismischen Erkundung. Vulcan prüft zudem mit der BASF den Bau einer Lithiumextraktionsanlage auf dem Gelände des Stammwerks des Chemiekonzerns, in der ressourcenschonend Lithium produziert werden könnte. Laut BASF könnten mit Tiefenwärme aus der Erde am Standort Ludwigshafen jährlich etwa vier Millionen Tonnen Dampf erzeugt und so rund 800.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden: für die BASF „ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen am Stammwerk“.

Vulcan betreibt in der Pfalz bereits zwei Geothermieanlagen in Landau und in Insheim.

Der Chemiekonzern würde das heiße Thermalwasser zur Dampferzeugung nutzen, hieß es weiter, im Anschluss könnte Vulcan daraus Lithium gewinnen. Das Thermalwasser des Oberrheingrabens weist laut Vulcan eine hohe Konzentration des Leichtmetalls auf, das vor allem zur Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus beispielsweise in Smartphones, Laptops oder Elektroautos verwendet wird.

Neben der industriellen Nutzung bietet Tiefengeothermie darüber hinaus die Möglichkeit, Fernwärme zu erzeugen und damit zur kommunalen Wärmeversorgung beizutragen. Vulcan und BASF untersuchen daher gemeinsam mit den regionalen Energieversorgern Technische Werke Ludwigshafen (TWL) und Stadtwerke Frankenthal den Einsatz der verfügbaren Erdwärme aus dem Projekt für eine emissionsarme Energieversorgung der Haushalte in den beiden Städten.

Nun soll „Anfang 2025“ damit begonnen werden, den Untergrund „in einer Teilregion des Oberrheingrabens“ seismisch zu erkunden, um die geothermischen Möglichkeiten zu untersuchen.

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