Pfalz-Ticker Dreyer begrüßt Stiko-Ankündigung zu Astrazeneca-Empfehlung

Die Ständige Impfkomission wird sich bald zum Impfstoff von Astrazeneca äußern.
Die Ständige Impfkomission wird sich bald zum Impfstoff von Astrazeneca äußern.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Ankündigung der Ständigen Impfkommission in Deutschland (Stiko) begrüßt, die Empfehlung für den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca zu überdenken. „Was gut wäre ist, wenn die Ankündigung der Stiko, dass Astrazeneca auch für Ältere geimpft werden kann, dass das käme“, sagte Dreyer am Montag in Mainz. „Sobald wir mehr Impfstoff bekommen, könnten wir natürlich viel, viel schneller auch diejenigen impfen, die wirklich gefährdet sind, sehr schwer krank zu werden.“

Der Chef der Stiko, Thomas Mertens, hatte angekündigt, es werde „sehr bald zu einer neuen, aktualisierten Empfehlung kommen“. Die Stiko hatte - anders als die EU-Arzneimittelbehörde EMA - den Impfstoff vorerst nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen, weil Daten zur Wirkung bei Älteren fehlen.

Dreyer sagte: „Wenn irgendwann so viel Impfstoff kommt, wie der Bund uns das immer ankündigt, dann können wir uns schon gut vorstellen, dass wir dann auch die Gesamtgruppe der Lehrer mit da reinnehmen.“ Seit diesem Montag werden auch Erzieher sowie Grund- und Förderschullehrer in Rheinland-Pfalz gegen das Coronavirus geimpft.

Impfpriorisierung wird diskutiert

„Ich sehe das total kritisch, jetzt Impfprioritäten zu verschieben“, sagte Dreyer. „Aber bei uns bleibt kein Astrazeneca liegen, bei uns wird alles verimpft, und es ist alles belegt mit Terminen.“ Rheinland-Pfalz rangiert bei der Zahl der Impfungen gemessen an der Bevölkerung deutschlandweit im Spitzenfeld. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte angesichts der Vorbehalte gegen Astrazeneca eine neue Impfpriorisierung angeregt.

„Im Moment ist es so, dass wir mit der Priorisierung eigentlich gut klar kommen, dass unsere Impfzentren gut impfen und wir auch mit Astrazeneca kein Problem haben“, sagte Dreyer. „Es ist auch in Rheinland-Pfalz so, dass immer ein bestimmter Prozentsatz von Terminen abgesagt wird, aber wir sind eigentlich in der Lage, dass dann auch immer wieder ganz zu verplanen.“ Das Gesundheitsministerium spricht von einer Absage der Impftermine mit Astrazeneca „von unter zehn Prozent“.

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