American Football Die NFL zu Gast in Deutschland: Auch Berlin wil etwas vom großen Kuchen

Gekommen, um zu bleiben: Die Choreo vor dem NFL in München ist beeindruckend.
Gekommen, um zu bleiben: Die Choreo vor dem NFL in München ist beeindruckend.

Während der Tage rund um das NFL-Spiel zwischen den Carolina Panthers und den New York Giants in München waberte immer wieder ein Gerücht durch die Stadt: 2025 würde Berlin Austragungsort werden. „Normalerweise sage ich den Leuten: Glaubt den Gerüchten nicht. Diesmal würde ich sagen: Glaubt sie!“, sagte NFL-Boss Roger Goodell bei einer Podiumsdiskussion.

Als die Liga Anfang 2022 bekannt gab, ihre internationalen Spiele um den Standort Deutschland zu erweitern, schien die Sache klar zu sein: Vier Spiele, München und Frankfurt im Wechsel als Gastgeber. Der Deal sollte zunächst bis 2025 laufen. Nun gibt es jedoch Interpretationsspielraum: Nach der Premiere im November 2022 in München hatte Frankfurt 2023 ein zweites Spiel bekommen, weil das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt umgebaut wird. Nur: Ist diese zweite Begegnung tatsächlich zusätzlich zu sehen – oder Teil des Vier-Spiele-Deals? Der wäre nun erfüllt. Es ist eine Frage, die auch die Kommunikationsabteilung des deutschen NFL-Außenstelle aktuell nicht abschließend beantworten kann. „Wir reden mit allen Beteiligten“, heißt es, wobei München und Frankfurt weiter die ersten Ansprechpartner seien.

Doch es gibt weitere Interessenten, die etwas vom lukrativen Geschäft mit der NFL abhaben wollen, allen voran eben Berlin. Der Senat will am Dienstag über die Idee beraten. Bis zu 12,5 Millionen Euro will Berlin für NFL-Spiele im Olympiastadion investieren. Diese Informationen wurden offenbar gezielt gestreut, um in den Verhandlungen Druck zu machen, heißt es aus NFL-Kreisen. Liga-Chef Goodell nannte das Olympiastadion am Sonntag „eine großartige Spielstätte“.

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